„5Kitchen“-Inhaber eröffnet zweites Restaurant in der Moritzstraße

Der Inhaber des vorübergehend geschlossenen „5Kitchen“ in der Wilhelmstraße hat ein Bistro in der Moritzstraße eröffnet. Im „5 Mini Kitchen“ gibt es asiatische Küche und ein neues To-Go-System.

„5Kitchen“-Inhaber eröffnet zweites Restaurant in der Moritzstraße

Seit fast zehn Monaten bleibt die Küche im „5Kitchen“ in der Wilhelmstraße nun schon kalt. Ein großer Wasserschaden im vergangenen Mai legte das asiatische Restaurant lahm. Vor rund zwei Wochen dann die Überraschung für viele Fans des Lokals: In der Moritzstraße eröffnete ein Restaurant mit dem gleichen Namen. Nur ein gelbes, chinesisches Zeichen unterscheidet die beiden Logos voneinander. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das Zeichen „Mini“. Welches Konzept steckt dahinter?

Im neuen „5 Mini Kitchen“ gibt es neben verschiedenen Vorspeisen, Suppen und Desserts vor allem Nudel-, Reis- und Fleisch-, sowie Fischgerichte. Auf der Karte stehen unter anderem Ente oder Hähnchen mit Wok-Gemüse, Rotes Curry, Tofu nach chinesischer Art und Beef Szechuan. Außerdem gibt es Nudel- und Reisboxen zum Mitnehmen. Die Preise für ein Hauptgericht liegen zwischen knapp 4 und 11 Euro.

Anderes Konzept, als in der Wilhelmstraße

„Hier soll es schnell und einfach gehen.“ - Dai Hu, Inhaber

Dai Hu, Inhaber beider Restaurants, hat mit dem „5 Mini Kitchen“ ein anderes Konzept geschaffen, als in der Wilhelmstraße. Dort servierte das Team seit 2016 asiatische Küche und Sushi auf zwei Stockwerken an Gäste, die Zeit mitbrachten. Bestellen konnten sie mit dem iPad. Die Mini-Variante in der Moritzstraße soll eher ein Bistro sein; ein Ort für die Mittagspause. „Hier soll es schnell und einfach gehen“, erklärt er den Gedanken dahinter. Ab April liefert das „5 Mini Kitchen“ auch innerhalb Wiesbadens, nach Mainz und in die Umgebung.

Neues Pfandsystem für Essen zum Mitnehmen

„Wir wollen in Zukunft viel to go anbieten, aber das ist natürlich nicht so gut für die Umwelt.“ - Dai Hu

Und dafür hat sich Inhaber Dai Hu etwas Neues ausgedacht: „Wir wollen in Zukunft viel to go anbieten, aber das ist natürlich nicht so gut für die Umwelt“, erklärt er. Vor allem wegen der Plastikverpackungen. Um seinen Gästen eine umweltfreundlichere Alternative anzubieten, nutzt er ein Pfandsystem. Gegen eine kleine Gebühr kann man sein Essen zum Mitnehmen in Boxen aus Silikon bestellen. Nachdem man gegessen hat, spült man die Box per Hand oder in der Spülmaschine und bringt sie wieder zurück. Im Restaurant wird sie dann nochmals gespült und wiederverwendet.

Zukunft des „5Kitchen“ in der Wilhelmstraße bleibt ungewiss

„Wir kämpfen noch.“ - Dai Hu

Wie es mit dem „5Kitchen“ in der Wilhelmstraße weitergeht, weiß Hu noch nicht. Der Wasserschaden habe so große Schäden hinterlassen, dass der gesamte untere Bereich des Restaurants abgebaut werden musste. Sein Personal musste er entlassen; sollte das Restaurant wiedereröffnen, muss er also über 15 neue Mitarbeiter finden und das sei sehr schwierig. Sollten sich alle Probleme nicht in den nächsten zwei Monaten lösen, wird er das „5Kitchen“ wahrscheinlich nicht mehr eröffnen, sagt er. „Wir kämpfen noch.“ Bis dahin hofft er, dass auch seine ehemaligen Stammgäste ihn im „5 Mini Kitchen“ besuchen werden. Wenn der Laden bekannter ist, kann er sich vorstellen, auch dort wieder Sushi anzubieten. (pk)

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