Die Mietbelastung für Haushalte in Wiesbaden ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Das geht aus der neuen Studie „Mehr Lohn, weniger Platz“ des Analyseunternehmens DataPulse Research hervor.
Laut der Auswertung beträgt die Mietbelastung in Wiesbaden im Jahr 2024 durchschnittlich 24,4 Prozent. Das bedeutet, ein Einpersonenhaushalt wendet diesen Anteil seines Nettoeinkommens für eine 50-Quadratmeter-Wohnung auf. Im Vergleich zum Jahr 2014 ist das ein Anstieg um 0,5 Prozentpunkte, damals lag der Wert noch bei 23,9 Prozent.
Im bundesweiten Vergleich von 400 Kreisen und kreisfreien Städten landet Wiesbaden auf Platz 155. Die Mietbelastung in der hessischen Landeshauptstadt liegt damit 0,7 Prozent über dem deutschlandweiten Durchschnitt.
Bundesweiter Trend zeigt steigende Belastung
Die Studie zeigt auch, dass Wiesbaden nicht zu den Regionen mit der höchsten Belastung zählt. Deutschlandweit gibt es bereits 26 Kreise und Städte, in denen die Mietbelastung die kritische Schwelle von 30 Prozent überschreitet – ein Wert, ab dem Wohnkosten den finanziellen Spielraum spürbar einschränken. Im Jahr 2014 waren es nur sechs Regionen. Setzt sich der Trend fort, könnten es bis 2030 über 90 sein.
Die Analyse basiert auf Medianlöhnen und Durchschnittsmieten, um die statistische Mitte eines gesamten Kreises abzubilden. Die Belastung für einzelne Haushalte kann daher oft deutlich höher liegen, als die Durchschnittswerte zeigen.
Weitere Informationen zu der Studie gibt es hier.