Ab sofort: Kastrationspflicht für Wiesbadener Katzen

Ausnahmegenehmigungen möglich

Ab sofort: Kastrationspflicht für Wiesbadener Katzen

Ab sofort sind alle Katzenhalter in Wiesbaden verpflichtet, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Das teilt die Stadt Wiesbaden in einer Pressemitteilung mit.

Demnach diene die Kennzeichnung und Registrierung der Tiere dazu, die durchgeführte Kastration nachvollziehen zu können. Die Kennzeichnung ist sowohl mittels Mikrochip als auch als Tätowierung möglich. Die Registrierung der Tiere kann durch einen Eintrag in ein Haustierregister, beispielsweise Tasso vom „Verein Tasso e.V.“ oder Findefix vom „Deutschen Tierschutzbund e.V.“, erfolgen.

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Die Verordnung richtet sich an alle Katzenbesitzer, deren Tiere nicht als reine Hauskatzen gehalten werden. Ausnahmegenehmigungen für Katzenzüchter sind möglich und müssen beim Amt beantragt werden. Sinn und Zweck der neuen Regel ist es, der unkontrollierten Vermehrung der Katzenpopulation entgegenzuwirken. Primär solle das Verantwortungsbewusstsein der Halter mit der Verordnung angesprochen werden. Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz könne die Maßnahmen bei Nichtbeachtung aber auch auf Kosten des Halters selbst durchführen lassen.

Die Stadt betont außerdem, dass die Kennzeichnung und Registrierung der Tiere den Vorteil habe, dass entlaufene oder gestohlene Tiere bei Abgabe in einem Tierheim jederzeit ihrem Halter zugeordnet werden können. Ohne Nachweis sei dies nicht möglich, so die Stadt.

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