Medienbericht: AfD-Bundesparteitag in Wiesbaden abgesagt

Laut Informationen des ARD-Hauptstadtstudios wird die Veranstaltung nicht stattfinden.

Medienbericht: AfD-Bundesparteitag in Wiesbaden abgesagt

Der in Wiesbaden geplante Bundesparteitag der AfD wurde laut Informationen des ARD-Hauptstadtstudios abgesagt. Grund sei die aktuelle Corona-Lage. Die Entscheidung fiel demnach im Bundesvorstand der Partei einstimmig bei drei Enthaltungen. Enthalten haben sich Tino Chrupalla, Alice Weidel und Stephan Protschka, wie Teilnehmer der Sitzung gegenüber der ARD erklärten.

Der Parteitag sollte eigentlich am 11. und 12. Dezember im Rhein-Main-Congress-Center (RMCC) stattfinden. Dort sollte auch ein neuer Bundesvorstand gewählt werden. Vergangene Woche hatte die AfD noch erklärt, die Veranstaltung vorerst nicht absagen zu wollen. Sollten an dem Wochenende allerdings in Hessen und Rheinland-Pfalz Hotelübernachtungen nur noch nach den 2G-Regeln möglich sein, könne der Parteitag womöglich nicht stattfinden, hieß es. Ein größerer Teil der Mitglieder der AfD lehnt eine Corona-Impfung aus unterschiedlichen Gründen ab.

Parteitag sorgte für Aufregung in Wiesbaden

Der angekündigte Parteitag hatte zuvor für Aufregung in Wiesbaden gesorgt. Nachdem bekannt geworden war, dass die Veranstaltung im RMCC stattfinden soll, versuchten Teile der Stadtpolitik das zu verhindern. Ende August entschied der Magistrat jedoch, dass der Parteitag stattfinden darf, da sonst mit rechtlichen Auseinandersetzungen zu rechnen gewesen wäre, für die das Rechtsamt die Erfolgschancen als „sehr gering“ einschätzte, so die Stadt damals.

Daraufhin hatten tausende Menschen angekündigt, gegen den Parteitag demonstrieren zu wollen - darunter das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts, das Bündnis für Demokratie, Fridays For Future, die Martin-Niemöller-Stiftung und die Linke.

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