Ehemalige CityPassage soll zu offenem Stadtzentrum werden

Nach langem Stillstand schreiten die Pläne für eine Umgestaltung der ehemaligen Einkaufspassage nun voran. Dort soll ein offenes Stadtzentrum mit Geschäften, Wohnungen und einem Hotel entstehen.

Ehemalige CityPassage soll zu offenem Stadtzentrum werden

Die Wiesbadener Innenstadt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Zentrale Plätze wie der Mauritiusplatz oder der Platz der Deutschen Einheit wurden komplett umgestaltetet und auch die Fußgängerzone hat sich stark gewandelt. Mit der CityPassage zwischen Schwalbacher Straße und Kirchgasse gibt es aber immer noch einen sanierungsbedürftigen Gebäudekomplex im Herzen der Stadt, bei dem gefühlt seit Jahren Stillstand herrscht.

Langer Stillstand

Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache: Die Stadt Wiesbaden verkündete am Dienstag, dass der Verkauf des ehemaligen Einkaufszentrums an den Investor „Development Partner“ (DP) kurz bevor steht. Damit geht ein langwieriger Prozess um die Passage zu Ende, der schon 2007 begonnen hatte. Damals hatte ein unbekannter irischer Investor die Passage gekauft und ein Modernisierungskonzept vorgelegt. Aufgrund von wirtschaftlichen Problemen des Investors mussten diese 2015 jedoch auf Eis gelegt werden.

Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung hin hatte daraufhin die städtische WVV das Grundstück 2016 angekauft und ein Ausschreibungsverfahren eingeleitet. Wenn das Stadtparlament in der kommenden Woche dem Weiterverkauf an DP zustimmt, kann die Passage nun endlich umgebaut werden.

„Es soll eine Parallelwelt zur Fußgängerzone geschaffen werden“ - Andreas Guntrum

„Es soll eine Parallelwelt zur Fußgängerzone geschaffen werden“, erklärt Andreas Guntrum von der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) das Konzept. Man habe in Wiesbaden — wie auch in anderen Städten — einen neuen Trend für die Innenstädte festgestellt. „Große Geschäfte werden immer unattraktiver. Außerdem wünschen sich die Menschen mehr Aufenthaltsqualität in Wiesbaden, wo aktuell nach 20 Uhr noch tote Hose herrscht“ sagt Guntrum. Daher sollen die geplanten Ladenflächen in der CityPassage sehr klein zugeschnitten sein, um mehr inhabergeführten Geschäften eine Möglichkeit zu bieten.

Anders als in der alten Passage soll die neue komplett offen und ohne Überdachung und Tore gestaltet werden. Durch eine Gassenstruktur sollen so die Schwalbacher Straße und die Kirchgasse enger miteinander verbunden werden. Die neue Passage soll damit zu einer Art neuem Stadtzentrum werden. Dazu beitragen sollen neben den Geschäften auch ein Hotel, Restaurants und Cafés, Büros sowie 45 neue Wohnungen.

Zur Realisierung soll die Passage komplett abgerissen werden, auch ein Gebäude in der Faulbrunnenstraße muss dem Projekt weichen. Der genaue Zeitplan für Abriss und Neubau steht noch nicht fest, da noch Details mit dem Vertragspartner ausgehandelt werden müssen. (lp)

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