BKA plant neuen Zentralbau in Wiesbaden

Das Bundeskriminalamt will seine Arbeit zentralisieren. In einem Neubau im geplanten Stadtteil Ostfeld sollen zukünftig alle Mitarbeiter Platz finden. Damit werden zehn Standorten im Stadtgebiet zu einem zusammengelegt.

BKA plant neuen Zentralbau in Wiesbaden

In Zukunft will das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden nicht mehr aus zehn verschiedenen Gebäuden im Stadtgebiet heraus arbeiten, sondern nur noch aus einem. Auf dem Gelände des geplanten neuen Stadtteils „Ostfeld“ soll ein Zentralbau entstehen, in dem zukünftig alle Mitarbeiter Platz finden. ln der vergangenen Woche haben das BKA, die beteiligten Behörden und die Stadt Wiesbaden dafür eine Kooperationserklärung unterschrieben. Ziel der Kooperation ist es, sich gegenseitig bei der Planung des Großprojekts zu unterstützen.

Ostfeld als guter Standort für Zentralbau

Gründe für den Neubau gebe es viele, so das hessische Finanzministerium in einer Mitteilung. 2021 wird das BKA von insgesamt zehn verschiedenen Standorten in Wiesbaden heraus arbeiten. Diese Verteilung führe zu einem Mehraufwand für die steigende Anzahl an Mitarbeitern und sei auch mit höheren Kosten verbunden. Darüber hinaus seien einige Bestandsgebäude sanierungsbedürftig.

Wiesbaden sei schon an sich ein guter Standort für das Bundeskriminalamt, weil es zentral in Europa und in der Nähe des Frankfurter Flughafens liege. Auch der Umzug aus den vielen Gebäuden in einen Zentralbau sei einfacher, wenn der Neubau in Wiesbaden steht. Das Gelände Ostfeld, das zurzeit in Planung ist, biete sich besonders gut an. „Die nördlich gelegene Gewerbefläche hat die benötigte Größe, um den Platzbedarf abzudecken und zugleich das Potenzial für mögliche künftige Erweiterungen.“

„Das Ostfeld ist prädestiniert, um eine zentrale Unterbringung des BKA zu ermöglichen." - Gert-Uwe Mende, Oberbürgermeister

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende freut sich über den Neubau. „Wiesbaden ist stolz darauf, Standort dieser wichtigen Bundesbehörde zu sein. Die Stadtgesellschaft hat seinerzeit an einem Strang gezogen und geschlossen für den Erhalt des Standorts gekämpft“, sagt er. Jetzt gelte es, die Standortbedingungen zu optimieren und die Arbeitsbereiche zusammenzubringen. „Das Ostfeld ist prädestiniert, um eine zentrale Unterbringung des BKA zu ermöglichen.“

Planung steht noch am Anfang

Bis der Neubau steht, wird aber noch einige Zeit vergehen. Die Planungen zum neuen Stadtteil stehen noch ganz am Anfang. Die Stadtverordneten wollen demnächst darüber entscheiden, ob das Ostfeld überhaupt als Baugebiet entwickelt werden soll. Für den BKA-Bau wurde jetzt zunächst eine Arbeitsgruppe bestehend aus den beteiligten Behörden, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als zentralem Bauunternehmen, der Stadt und der Bauabteilung der Oberfinanzdirektion in Frankfurt beschlossen. Auch ein erstes Konzept wurde schon erstellt.

Weil das Projekt Ostfeld noch nicht weit genug entwickelt ist, ist auch noch nicht klar, wie groß der Neubau werden wird. „Der Platzbedarf der All-in-One-Lösung ist dabei von vielen Faktoren abhängig, beispielsweise von der Höhe der Bebauung, den vorhandenen topografischen Begebenheiten und schlussendlich den Überlegungen, wie einzelne Gebäude zueinander angeordnet werden können“, so eine Sprecherin des BKA auf Anfrage.

„Eine konkrete Planung, was mit den Liegenschaften nach Einzug passiert, gibt es zur Zeit nicht.“ - Sprecherin BKA

Auch, was mit den dann leerstehenden Gebäuden in der Stadt geschieht, steht noch nicht fest. 70 Prozent der Gebäude gehören dem Bund, 30 Prozent wurden von der BImA angemietet, erklärt die Sprecherin. „Eine konkrete Planung, was mit den Liegenschaften nach Einzug passiert, gibt es zur Zeit nicht, da bis zu einem Einzug noch einige Jahre vergehen werden.“ (ts)

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