American Arms Hotel wird abgerissen und weicht bezahlbarem Wohnraum

Nachdem sich der Start der Arbeiten deutlich verzögert hatte, wird das American Arms Hotel nun abgerissen. In Zukunft werden auf dem Areal mit dem Namen „Kaiserhof“ mehr als 300 Wohnungen und ein Supermarkt entstehen.

American Arms Hotel wird abgerissen und weicht bezahlbarem Wohnraum

Mit einem „Abrissfest“ und einer symbolischen Sprengung starteten am Mittwoch die Abrissarbeiten am ehemaligen American Arms Hotel zwischen der Victoria- und Frankfurter Straße. Läuft alles nach Plan, soll auf dem rund zwei Hektar großen Gelände Anfang des nächsten Jahres schon gebaut werden.

„Mit dem American Arms Hotel geht ein Stück Geschichte“, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich auf dem Abrissfest, bei dem am Mittwoch Anwohner, Politiker und an dem Projekt Beteiligte zusammen kamen. „Doch es wird auch eine neue Geschichte geschrieben.“ Eigentlich hätte der doppelt sternförmige Komplex bereits abgerissen worden sein, eine „humanitäre Notlage“, wie Gerich sagte, verzögerte die Arbeiten aber. In dem Gebäude wurden zeitweise Geflüchtete untergebracht.

Kaiserhof statt Kasernen-Gefühl

Viele Jahre waren in dem Gebäude, das den Vereinigten Staaten von Amerika gehörte, Angehörige von in Wiesbaden stationierten Army-Mitgliedern untergebracht. In Zukunft soll das Projekt mit dem Namen „Kaiserhof“ die soziale Durchmischung vorangetrieben und ein Quartier für Jedermann entstehen, wie Roland Stöcklin, Geschäftsführer der SEG erklärte.

Möglich soll das durch die unterschiedlichen Nutzungsformen werden. „Es wird eine gesunde Mischung aus einem Drittel geförderter Wohnungen, einem Drittel altersgerechter Wohnungen und einem Drittel freiem vermarktetem Wohnraum“, so Baudezernent Hans-Martin Kessler. Konkret bedeutet das, dass von den insgesamt über 300 Wohnungen 110 Einheiten zu einem günstigen Preis vermietet werden.

Insgesamt, so Stöcklin, sollen auf dem Gelände sechs Häuser entstehen. Die Kernzielgruppe für die Vermietung bilden dabei Ein-Personen-Haushalte. Durch die Nähe zum St. Josefs-Hospital und die kurzen Wege zur Innenstadt und der Wilhelmstraße soll der Kaiserhof auch für ältere Menschen attraktiv werden. Auch wird ein Nahversorger auf dem Areal zu finden sein. Wer genau dort in Zukunft einziehen wird, stehe zwar noch nicht fest, Bewerber gebe es laut Stöcklin aber schon viele. (ms)

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