Erst Burger, jetzt Crêpes: Zweiter Food Truck am Erbenheimer Friedhof eröffnet

Burger essen neben dem Friedhof? Für viele Wiesbadener nichts neues mehr. Mit den „Graveyard Burger Guys“ ist das in Erbenheim möglich. Jetzt gibt es dort noch einen zweiten Food-Truck.

Erst Burger, jetzt Crêpes: Zweiter Food Truck am Erbenheimer Friedhof eröffnet

Seit vielen Monaten braten die „Graveyard Burger Guys“ direkt neben dem Erbenheimer Friedhof Burger (wir berichteten). Mittlerweile ist ihr Food-Truck zur beliebten Anlaufstelle vor allem für hungrige Mitarbeiter der nahegelegenen Clay-Kaserne geworden. Lange waren sie die einzigen, die auf dem Grundstück der „Baumschule Karl Schneider“ Essen anboten. Doch seit dieser Woche haben sie Konkurrenz — mit „My Happy Crêpe“ gibt es dort jetzt auch herzhafte und süße Crêpes auf Rädern.

„Mit Crêpes kann man Leute glücklich machen und das lieben wir beide.“ - Sebastien Vidalenche, Inhaber

„Ich weiß noch, als ich als kleiner Junge gerade so über den Herd gucken konnte und schon Crêpeteig für 50 Personen gemacht habe“, sagt Sebastien Vidalenche lachend. Gemeinsam mit seiner Freundin Melissa Psaltopoulos hat der 31-Jährige die fahrbare Crêperie nach Wiesbaden gebracht. Melissa ist gebürtige Französin, Sebastien stammt eigentlich aus Frankfurt, ist aber Sohn französischer Eltern. Beide seien demnach mit Crêpes aufgewachsen. „Mit Crêpes kann man Leute glücklich machen und das lieben wir beide“, sagt Sebastien.

Montags, dienstags und donnerstags

Seit Mai verkaufen sie jetzt schon in anderen Städten Crêpes aus ihrem Autoanhänger. Mittwochs sind sie immer auf dem Oberurseler Wochenmarkt, das Wochenende halten sie sich für Events wie Hochzeiten, Firmenfeiern und Festivals frei. Montags, dienstags und donnerstags stehen sie mit ihrer Crêperie ab sofort von 9 bis 17 Uhr in der Nähe der „Graveyard Burger Guys“ und bieten süße und herzhafte Crêpes an — fleischhaltig, vegetarisch und vegan, aus regionalen oder Bio-Produkten.

Damit für jeden etwas dabei ist, variiert das Angebot. Das Besondere an ihrem Konzept sei, dass es immer mehrere Teigsorten zur Auswahl gebe, die gesünder seien als die der klassischen Crêpes. Alle Teige werden ohne Weizenmehl, Milch und Zucker zubereitet und sind vegan. In Wiesbaden bieten Sebastien und Melissa erst einmal ihren Klassiker-Teig an — Dinkelmehl mit Sojamilch — und einen glutenfreien Teig aus Buchweizen- und Kastanienmehl, der sich vor allem für herzhafte Crêpes eignet.

Süß oder herzhaft

Als süße Variante gibt es bei „My Happy Crêpe“ unter anderem einen Crêpe mit veganer Schoko-Nuss-Creme und den Spezial-Crêpe mit Agavendicksaft, Banane, Mandel und Zimt. Als herzhafte Variante bieten Sebastien und Melissa beispielsweise einen Crêpe mit Feta, Rote Beete, Zucchini, Zwiebeln, Walnüssen und Balsamico-Creme an. Ein süßer Crêpe kostet zwischen 3,50 Euro und 5 Euro, die herzhaften 6,50 Euro. Außerdem gibt es jeweils Menüs — ein süßer Crêpe mit Kaffee für 5 Euro oder ein herzhafter Crêpe mit einem Bio-Kaltgetränk für 8 Euro.

Idee entstand in Neuseeland

Die Idee zu „My Happy Crêpe“ ist nicht etwa in Frankreich entstanden, sondern in Neuseeland. Melissa und Sebastien haben sich 2016 in Australien kennengelernt, wo beide ein Jahr Work and Travel gemacht haben. Nach einem Jahr Fernbeziehung entschieden sie sich schließlich, gemeinsam durch Neuseeland zu reisen. Mit einem Gaskocher im Gepäck kam ihnen die Idee, aus ihrem Van heraus Crêpes zu verkaufen.

„An einem Tag hat auf einmal ein Van mit der Aufschrift ‘Traveling Crêpes’ neben uns gehalten“, erzählt Sebastien. „Ein Pärchen hatte scheinbar die gleiche Idee wie wir und war schon seit drei Monaten mit ihrem Van unterwegs.“ Bei dem Paar halfen die beiden schließlich erst einmal aus und entschlossen sich dann dazu, „My Happy Crêpe“ zunächst doch lieber in Deutschland zu starten, mit mehr Platz und Kontakten. Für später, wenn sie länger im Geschäft sind, erhoffen sie sich, mit ihrem Crêpe-Anhänger durch die Welt reisen zu können.

Für unbestimmte Zeit in Wiesbaden

Nach Wiesbaden sind Melissa und Sebastien durch viele glückliche Zufälle und Kontakte gekommen. Sie hoffen, dass ihre Crêpes mindestens genauso gut ankommen wie die Burger der „Graveyard Burger Guys“ nebenan. Testen wollen sie das erst einmal bis Ende des Jahres. Wenn die Wiesbadener ihre Crêpes mögen, wollen sie auch im nächsten Jahr mindestens drei Mal die Woche ihre Crêperie auf Rädern in Erbenheim öffnen. (nl/ab)

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