UPDATE: Großeinsatz der Feuerwehr in der Rheinstraße

Fünf Menschen verletzt

UPDATE: Großeinsatz der Feuerwehr in der Rheinstraße

Bei einem Kohlenstoffmonoxidaustritt in der Rheinstraße sind am Samstagabend fünf Personen verletzt worden. Während des Einsatzes war die Rheinstraße zeitweise gesperrt. Auch Teile des Bismarckrings waren vorübergehend nicht befahrbar. Das teilt die Feuerwehr mit.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte gegen 20:30 Uhr, weil bei einem Einsatz des Rettungsdiensts in der Hausnummer 113 eine erhöhte Konzentration des Stoffs festgestellt wurde. Die Rettungskräfte waren eigentlich vor Ort, weil ein Bewohner über Kreislaufprobleme geklagt hatte, als der an ihrer Kleidung angebrachte Kohlenstoffmonoxidmesser anschlug.

Die daraufhin angeforderten Einsatzkräfte der Feuerwehr evakuierten das Gebäude und brachten insgesamt 22 Personen in Sicherheit. Bei weiterer Prüfung stellten sie dann fest, dass die hohe Konzentration des Gases lediglich in der Erdgeschosswohnung zu messen war. Andere Wohnungen oder Nachbargebäude waren nicht betroffen.

Drei Personen aus der Wohnung im Erdgeschoss und die Mitarbeiter des Rettungswagens, der zuerst vor Ort war, wurden zur Beobachtung und weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Der Rettungsdienst betreute die restlichen Personen aus dem Gebäude vor Ort. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten sie wieder in ihre Wohnungen zurück.

Um zu klären, warum das Gas ausgetreten war, waren neben der Feuerwehr auch die ESWE sowie der Bezirksschornsteinfeger an der Einsatzstelle. Die Einsatzkräfte vermuten als Ursache die Gastherme der Wohnung in Verbindung mit der Wetterlage. Sie nahmen die Therme deshalb vorsorglich außer Betrieb.

Hintergrund:

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein gefährliches Atemgift, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Betroffene bemerken nicht, wenn sie Kohlenmonoxid einatmen, denn es gibt keine typischen Symptome wie Husten oder Atemnot. Darüber hinaus kann das Gas durch Wände oder Fußböden dringen. Je nachdem, wie hoch die Konzentration in der Luft ist, kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu starken Beschwerden, Bewusstlosigkeit und zu massiven gesundheitlichen Spätfolgen bis hin zum Tod führen.

Der Stoff entsteht bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Kraft- und Brennstoffe. Ursachen für einen Austritt können technische Defekte, mangelnde Wartung oder Manipulation an Verbrennungseinrichtungen sein. Auch verstopfte Abluftrohre und blockierte Schornsteine können ebenso wie falsch genutzte Kamine oder Grills zu einer erhöhten Konzentration führen. (df)

Logo