Falschfahrer auf A67 bei Rüsselsheim: Polizei schießt auf Reifen

Ein Falschfahrer hat am Samstagmorgen auf der A67 die Polizei in Atem gehalten. Er rammte eine Leitplanke und wurde erst durch einen gezielten Schuss gestoppt.

Falschfahrer auf A67 bei Rüsselsheim: Polizei schießt auf Reifen

Die Polizei hat am frühen Samstagmorgen (4. Juli) einen Falschfahrer auf der A67 zwischen Büttelborn und dem Mönchhof-Dreieck gestoppt. Das meldet das Polizeipräsidium Südhessen. Der 49-jährige Mann befand sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand.

Gegen 2:30 Uhr meldeten mehrere Autofahrer über Notruf einen Geisterfahrer auf der A67 in Höhe der Anschlussstelle Büttelborn. Der Mann war auf der Fahrbahn Richtung Süden unterwegs, fuhr aber entgegengesetzt nach Norden und gefährdete dabei andere Verkehrsteilnehmer. Mehrere Polizeistreifen konnten den Wagen schnell ausfindig machen. Der Fahrer ignorierte jedoch die Anhaltesignale, legte immer wieder kurze Stopps ein und fuhr dann weiter.

Zwischen der Anschlussstelle Rüsselsheim und dem Mönchhof-Dreieck krachte der Mann mit seinem Auto in eine Leitplanke. Als er gegen 3 Uhr in Höhe des Mönchhof-Dreiecks erneut kurz anhielt, schoss ein Polizist gezielt in einen Vorderreifen des Wagens und verhinderte so die Weiterfahrt. Der 49-Jährige versuchte daraufhin zu Fuß zu flüchten, wurde aber von den Beamten schnell eingeholt und festgenommen. Bei der Festnahme zog sich eine Polizistin leichte Verletzungen zu.

Fahrer in Klinik eingewiesen, Autobahn gesperrt

Laut Polizei stand der Mann deutlich unter dem Einfluss berauschender Mittel. Nach einer Blutentnahme wurde der 49-Jährige aufgrund seines Zustandes in eine Klinik gebracht. Sein Auto stellten die Beamten sicher und ließen es abschleppen.

Wegen des Einsatzes und der Spurensicherung war die A67 in Fahrtrichtung Süden bis 7:50 Uhr voll gesperrt. Auch in der Gegenrichtung kam es zu Behinderungen: Die Fahrbahn in Richtung Norden war teilweise gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.