Stadtverordnetenversammlung stimmt über Nachtbürgermeister ab

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Stadtverordnetenversammlung stimmt über Nachtbürgermeister ab

Die Stadtverordnetenversammlung will am Donnerstag endgültig über die Einführung eines Nachtbürgermeisters in Wiesbaden abstimmen. Ziel des Projektes ist es, einen Vermittler zwischen Gastronomen, Gewerbetreibenden, Polizei und Anwohnern zu finden, um das Nachtleben in der Innenstadt zu beleben.

Der Magistrat hat dem Projekt bereits zugestimmt, jetzt fehlt nur noch das „Ja“ von der Stadtverordnetenversammlung. Die genauen Aufgaben des Nachtbürgermeisters wurden dabei bereits im Oktober in einem Workshop ausgearbeitet.

Umstritten war bisher jedoch die Vergütung des Postens. Während sich etwa das Jugendparlament dafür einsetzte, die Stelle auf Honorarbasis und nach Stunden zu bezahlen, sehen andere die Aufgabe eher als Ehrenamt. Eine monatliche Vergütung, wie es sie zum Beispiel bereits in Mannheim gibt, soll der Nachtbürgermeister in Wiesbaden nicht erhalten. Derzeit sind 1000 Euro Aufwandsentschädigung für Fahrtkosten, Telefon und Arbeitsmittel im Gespräch.

Wer Nachtbürgermeister wird, könnte am Ende eine Jury mit Mitgliedern aus einem neu geschaffenen Gremium entscheiden. Aber auch die Bürger könnten — etwa via Socialmedia — an der Abstimmung beteiligt werden. Mit diesem Weg würde die Stadt dem Vorbild aus Mannheim folgen. Derzeit ist eine Besetzung der Stelle für eine Dauer von zwei Jahren vorgesehen. Nach Ablauf dieser Zeit sollen Feedbacks und Berichterstattungen des Nachtbürgermeisters selbst, so wie von Gastronomen und Akteuren des Nachtlebens über eine Fortsetzung und deren Umfang entscheiden. (ts)

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