Stadt trauert um Mäzen Alfred Weigle

Alfred Weigle, der als großzügiger Sponsor in Wiesbaden bekannt war, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Er hatte jahrelang die Fasanerie und die Autobahnkirche in Medenbach finanziell unterstützt.

Stadt trauert um Mäzen Alfred Weigle

Der Mäzen und Unterstützer Afred Weigle ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Das teilt Oberbürgermeister Sven Gerich am Mittwoch mit. Weigle engagierte sich als Finanzier in Wiesbaden vor allem dadurch, dass er dem Tier- und Pflanzenpark Fasanerie großzügige Spenden zukommen ließ. Auch als Sponsor der Autobahnkirche in Medenbach war Weigle über die Stadtgrenzen Wiesbadens hinaus bekannt.

Großzügige Spenden

Im Jahr 2015 ermöglichte Weigle mit einer Spende von 300.000 Euro an den Förderverein der Fasanerie den Bau eines Freigeheges für Fuchs, Dachs, Feldhamster und Maus mit einem begehbaren Tunnel, aus dem ein Blick in die Schlafräume der dämmerungs- und nachtaktiven Tiere möglich ist. Alfred Weigle hat einmal gesagt, dass er die Fasanerie so gern besuche, weil er sich daran freue, mit wie viel Begeisterung Kinder und Jugendliche die Gelegenheit nutzten, dort Tiere anzuschauen und zu füttern.

Da er selbst keine Nachkommen hatte, wollte er nach eigenen Aussagen mit seinem Geld etwas Besonderes für andere schaffen. „Er war der Fasanerie und dem Förderverein herzlich verbunden, und wir haben ihm viel zu verdanken“, würdigt Umweltdezernent Kowol den Verstorbenen.

Eigene Stiftung gegründet

Alfred Weigle, einstiger Inhaber der Agentur „Elex Litho“, war in Wiesbaden außerdem als großzügiger Sponsor der Autobahnkirche an der Raststätte Medenbach bekannt. Zudem gründete er die Weigle-Stiftung, die unter anderem ein Museum unterstützt. Die Alfred-Weigle-Stiftung ist eine von mittlerweile 45 im Stiftungsnetzwerk Wiesbaden, das von der Wiesbaden Stiftung koordiniert wird.

2015 erhielt Weigle den Titel „Senator“, den die Wiesbaden Stiftung im Rahmen ihrer 14. Stifterversammlung erstmals verliehen hat, für ein ganz besonderes Engagement: Weigle hatte der Stiftung eine Million Euro gespendet.

„Wir haben einen engagierten und großzügigen Mitbürger verloren, der andere Menschen an seinem Wohlstand teilhaben ließ - die Autobahnkirche in Medenbach, die Spenden für unser Museum und die Fasanerie sowie die Gründung seiner Stiftung zeugen davon. Wir werden immer voller Dankbarkeit und Anerkennung an ihn denken“, so Oberbürgermeister Gerich.

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