Was das leuchtende Dreieck in Wiesbadener Bussen zu bedeuten hat

Mal leuchtet es orange, mal rot. Mal blinkt es, mal ist es aus. Was hat es mit dem leuchtenden Dreieck in den Wiesbadener ESWE-Bussen auf sich?

Was das leuchtende Dreieck in Wiesbadener Bussen zu bedeuten hat

Jede Menge Knöpfe, Bildschirme, Hebel und Pedale sind in den Fahrerkabinen der Wiesbadener Busse zu sehen, die jeden Tag in der Stadt unterwegs sind. Merkurist-Leserin Christina ist aber etwas anderes aufgefallen: Sie hat in den Bussen nun schon des öfteren ein orange leuchtendes Dreieck im Bereich der Außenspiegel gesehen. In ihrem Snip fragt sie: „Was bedeutet das leuchtende Dreieck im Bus?“

Die richtige Antwort liefert Christina in ihren Rateversuchen unter dem Snip gleich mit: Das leuchtende Dreieck gehört zu dem Totwinkel-Warner „Sideguard Assist“, den Hersteller Mercedes Benz in seinen Bussen verbaut. Das bestätigt auch ESWE Verkehr-Sprecher Christian Giesen auf Anfrage von Merkurist.

„Aktuell ist das System in circa 50 bis 55 Bussen verbaut. Tendenz steigend“, so Giesen. Busse die neu angeschafft werden, haben das System bereits verbaut, auch die neuen Elektrobusse. „Das System bringt zukunftsträchtige und gewinnbringende Funktionen“, erklärt der Sprecher.

Wie funktioniert der Sideguard Assist?

Mercedes Benz erklärt, dass das System in erster Linie beim Rechtsabbiegen zum Einsatz komme. Dort macht es den Fahrer sowohl auf andere Verkehrsteilnehmer, etwa Radfahrer oder Fußgänger, als auch auf stationäre Hindernisse aufmerksam. Droht eine Kollission, wird vor dieser gewarnt.

Dafür arbeitet der Sideguard Assist in mehreren Stufen. In der ersten Stufe erfolgt die reine Information an den Fahrer über das erkannte Hindernis. Dabei leuchtet das von Christina entdeckte Dreieck in der sogenannten AO-Säule des Busses zunächst orange auf. Zusätzlich dazu erscheint ein entsprechender Hinweis im Zentraldisplay des Busses, das der Fahrer vor sich hat.

Reagiert der Fahrer darauf nicht und setzt seine Fahrt fort, obwohl das Hindernis noch nicht aus dem Weg ist, beginnt die LED-Leuchte erst orange und anschließend rot zu blinken. Tut sich dadurch immer noch nichts, erfolgt die höchste Warnstufe. Dann blinkt die Leuchte in Rot auf und Vibrationen im Fahrersitz machen den Fahrer auch haptisch auf die drohende Kollision aufmerksam.

Die Sensoren des Sideguard Assist ermöglichen darüber hinaus auch einen Spurhalteassistenten für den Bus. Dabei werden die gleichen Warnsignale abgegeben. (js)

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