Wiesbadener Rhinos drehen Spiel in München und siegen souverän

Die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden tun sich anfangs schwer, drehen dann aber auf. Ein starkes drittes Viertel sichert den Rollstuhlbasketballern den klaren Auswärtssieg in München.

Wiesbadener Rhinos drehen Spiel in München und siegen souverän

Die Rhine River Rhinos haben ihre Auswärtsaufgabe in der bayerischen Landeshauptstadt erfolgreich gemeistert. Wie der Verein mitteilt, setzte sich das Wiesbadener Team am Samstagabend mit 71:52 gegen die RBB München Iguanas durch.

Zu Beginn taten sich die Gäste allerdings schwer. Die Münchner starteten engagiert in die Partie und verteidigten aufmerksam, sodass die Rhinos nach dem ersten Viertel knapp mit 16:17 zurücklagen. Im zweiten Spielabschnitt fanden die Wiesbadener aber besser in ihren Rhythmus. Durch strukturiertere Abschlüsse, bei denen vor allem Mojtaba Kamali und Kei Akita Verantwortung übernahmen, drehten sie das Spiel und gingen mit einer 36:31-Führung in die Halbzeitpause.

Vorentscheidung nach der Pause

Die Vorentscheidung fiel direkt nach dem Wiederanpfiff. Im dritten Viertel erhöhten die „Dickhäuter“ die Intensität in der Defensive deutlich. Angeführt von Takuya Furusawa und Kapitän Nico Dreimüller gelangen dem Team zahlreiche Ballgewinne, die in schnelle und einfache Punkte umgewandelt wurden. Da die Abwehr gleichzeitig nur elf gegnerische Punkte zuließ, bauten die Rhinos ihren Vorsprung vorentscheidend auf 57:42 aus.

Im Schlussviertel verwalteten die Wiesbadener ihren Vorsprung souverän und brachten den Sieg kontrolliert über die Zeit. Headcoach Christopher Huber sprach von dem „erwartet harten Spiel“. Sein Team habe sich „von einer sehr, sehr starken ersten Halbzeit der Iguanas nicht verunsichern lassen und weiter unseren Rhinos-Basketball gespielt“, so der Trainer. Insbesondere die „aggressive Ganzfeldpresse“ habe einen großen Teil zum Erfolg beigetragen.

Verletzung trübt die Freude

Spieler Seyedmehran Hosseini berichtete von einer taktischen Umstellung durch den Coach im zweiten Viertel, die das Team zu seinem Stil zurückfinden ließ. Allerdings gab es auch einen Wermutstropfen: „Im dritten Viertel hat sich Hannah leider verletzt, dadurch waren unsere Möglichkeiten in der Rotation eingeschränkt“, erklärte Hosseini. Dennoch habe die Mannschaft das Spiel gut zu Ende gebracht.

Spieler Teemu Partanen lobte ebenfalls die Moral der Mannschaft: „Wir haben eine Weile gebraucht, um heute unseren Rhythmus zu finden. Aber wir haben wieder einen Weg gefunden zu gewinnen, so wie wir es in dieser Saison schon oft gezeigt haben.“ Die Top-Scorer aufseiten der Rhinos waren Mojtaba Kamali mit 16 und Kei Akita mit 14 Punkten.