Nach Insolvenz: So geht es mit den Hifi-Profis in Wiesbaden weiter

Bei dem Elektronik-Unternehmen „Hifi-Profis“ gibt es offenbar einen Durchbruch. So soll der Wiesbadener Filialleiter die Standorte in Wiesbaden und Stuttgart übernehmen.

Nach Insolvenz: So geht es mit den Hifi-Profis in Wiesbaden weiter

Für den angeschlagenen Elektronikfachhändler Hifi-Profis gibt es wohl eine Lösung für die Standorte Wiesbaden und Stuttgart. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, wird der bisherige Wiesbadener Filialleiter Marc Horne die beiden Geschäfte übernehmen. Die Filiale in Mainz wurde hingegen aufgegeben.

Der Betrieb werde laut FAZ mit allen 31 Beschäftigten fortgeführt. Dazu zählten auch die Mitarbeiter des Mainzer Standortes, der Ende April geschlossen wurde. Horne selbst sagte, die Hifi-Profis hätten nach wie vor einen „sehr guten Ruf am Markt“. Das sei eine solide Basis für das weitere Geschäft.

Auch Jan Roth von der beauftragten Sanierungsgesellschaft Lintilia Law wird zitiert: „Marc Horne kennt die Szene und hat gute Ideen, wie er die Hifi-Profis am Markt weiterentwickeln möchte“. Die Geschäftsführung hatte für die Gesellschaften im Dezember des vergangenen Jahres wegen finanzieller Schwierigkeiten ein Schutzschirmverfahren beantragt.

Gespräche für Frankfurter Standort laufen

Als Gründe für die Schieflage nenne das Unternehmen, das seit 50 Jahren bestehe, unter anderem Branchenveränderungen und Lieferengpässe, die zu höheren Preisen geführt hätten. Zudem hätten Kredite aus der Corona-Pandemie zurückgezahlt werden müssen. Auch die aktuelle Wirtschaftslage habe dazu geführt, dass sich Kunden bei Luxusgütern zurückhielten.

Für die Frankfurter Filiale, die größte des Unternehmens, liefen die Gespräche mit Investoren ebenfalls weit fortgeschritten. Die Sanierer zeigten sich laut der FAZ zuversichtlich, noch in diesem Monat eine Einigung zu erzielen.