Hass im Netz gegen ESWE-Mitarbeiter

Geschäftsführer der ESWE äußern sich zu Vorwürfen und Hetze im Netz

Hass im Netz gegen ESWE-Mitarbeiter

Weil mehrere Mitarbeiter unter anderem wegen der Omikron-Welle ausfallen, streicht ESWE Verkehr mehrere Fahrten. Viele Medien griffen die Pressemitteilung vom Dienstag auf und berichteten, auch Merkurist (zum Artikel). Doch nicht alle User in den sozialen Medien zeigten dafür Verständnis.

ESWE Verkehr schreibt nun in einer weiteren Pressemitteilung: „So gingen insbesondere auf den Facebook-Seiten von Zeitungen und Online-Nachrichtenportalen eine Fülle von Nutzerkommentaren ein.“ Zwar hätten die meisten Nutzer Verständnis gezeigt und auch den Mitarbeitern Genesungswünsche übermittelt, doch „ gab es auch einzelne verunglimpfende Äußerungen, die sich auch direkt gegen die Mitarbeiter von ESWE Verkehr richteten“.

Auf der Facebook-Seites eines Online-News-Portals habe beispielsweise eine Nutzerin geschrieben: „Wer zu oft krank macht, fliegt. Neue Mitarbeiter und fertig.” Ein weiterer Kommentator: „Blablabla wollen nur sprit sparen danke ihr heuschler.” Eine Nutzerin auf dem Facebook-Angebot einer Wiesbadener Tageszeitung habe angekündigt, ab sofort auf das Lösen eines Fahrscheins verzichten zu wollen. Ein anderer Nutzer habe vermutet, dass der Grund für Anpassungen leere Energiespeicher in den Batteriebussen von ESWE Verkehr seien.

Die beiden Geschäftsführer des Wiesbadener Mobilitätsdienstleisters, Jörg Gerhard und Jan Görnemann, stellen sich gegen die Negativ-Kommentare. „Alle unsere Mitarbeiter im Fahrbetrieb, im Vertrieb, in der Werkstatt oder der Verwaltung haben in der bereits zwei Jahre andauernden Pandemie großartige Arbeit geleistet“, so Gerhard. Und Görnemann sagt: „Während es in anderen Städten wie beispielsweise in Berlin bereits seit vielen Tagen Einschränkungen im Fahrplan gibt, haben unsere Kollegen alles ihnen Mögliche getan, um krankheitsbedingte Ausfälle im Unternehmen auszugleichen.”

Eine eigene Erkrankung, eine pandemiebedingte vorsorgliche Quarantäne-Anordnung oder die Betreuung eines an Corona erkrankten Familienmitglieds wünsche sich niemand, so die beiden Geschäftsführer. „Wir stehen hinter unseren Kollegen und danken diesen ausdrücklich für deren großartigen Einsatz, um den für viele Bürger so wichtigen Wiesbadener ÖPNV auch in Pandemiezeiten zuverlässig am Laufen zu halten.” Ziel der ESWE sei es zudem, dass die Einschränkungen so gering wie möglich ausfielen.

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