Juli-Trockenheit: Tipps für wassersparende Gärten in Wiesbaden

Weil der Juli trockener als erwartet bleibt, gibt der NABU Hessen Tipps, wie Gartenbesitzer Wasser sparen und ihre Pflanzen schützen können.

Juli-Trockenheit: Tipps für wassersparende Gärten in Wiesbaden

Am kommenden Wochenende befürchtet der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) in Wiesbaden die nächste Hitzewelle. Angesichts der anhaltenden Trockenheit rät der NABU Landesverband Hessen Gartenbesitzern deshalb, schonend mit Wasser umzugehen und gibt Tipps für das Gärtnern bei Hitze.

Die Trockenheit ist laut NABU bereits überall zu spüren, da im Juli in Hessen bislang nur rund 13 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge des Monats gefallen sind. „Für Gartenbesitzer heißt es nun, schonend mit Wasser umzugehen und sich Gedanken darüber zu machen, wie man wassersparend gärtnern kann. Ein ‚Immer mehr‘ macht beim Bewässern keinen Sinn und kann im Klimawandel teuer werden“, erklärt NABU-Gartenexperte Dr. Berthold Langenhorst.

Richtig gießen und Boden schützen

Der NABU empfiehlt, idealerweise früh morgens zu gießen, damit die Pflanzen für den heißen Tag gerüstet sind. Alternativ könne man auch abends wässern. Besser als häufiges Gießen sei es, seltener, aber dafür ausgiebig zu wässern. Dies rege ein stärkeres Wurzelwachstum in tieferen Erdschichten an. Das Wasser sollte dabei immer direkt im Wurzelbereich am Boden und nicht großflächig mit einem Sprenger verteilt werden, da sonst viel Wasser verdunstet.

Zudem sollte man den Wasserbedarf der einzelnen Pflanzenarten berücksichtigen. Junge Keimlinge benötigen öfter Wasser als ältere Pflanzen mit tiefen Wurzeln. Um die Verdunstung aus dem Boden zu hemmen, rät der NABU, Beete mit Mulch zu bedecken. Dies schütze den Boden vor dem Austrocknen, unterstütze den Humusaufbau und verhindere das Wachstum von unerwünschten Pflanzen.

Regenwasser nutzen und Garten anpassen

Die beste und günstigste Bewässerung sei die mit Regenwasser, das in Tonnen oder Zisternen gesammelt wird. Dieses ist kostenfrei und habe einen pH-Wert, den viele Pflanzen bevorzugen. Wichtig sei, die Wasserbehälter abzudecken, um Tiere zu schützen und die Verdunstung zu reduzieren.

Langfristig empfiehlt der NABU, den Garten klimagerecht umzugestalten. „Man sollte sich überlegen, ob es sinnvoll ist, Blumen mit hohem Wasserbedarf anzupflanzen. Besser ist es, mehr Natur im Garten zuzulassen. Heimische standortgerechte Pflanzen sind meist besser an Wetterextreme angepasst als Zuchtsorten“, so Langenhorst. Auch Hecken, Sträucher und längeres Gras im Rasen würden helfen, die Bodenfeuchte zu erhalten.