Warum oft keine Wiesbaden-Szenen im Tatort zu sehen sind

Am Sonntag wird der neue Tatort-Fall des Wiesbadener Ermittlers Felix Murot ausgestrahlt. Wie schon in den letzten Jahren werden keine Wiesbaden-Szenen zu sehen sein. Warum ist das eigentlich so? Wir haben beim Hessischen Rundfunk nachgefragt.

Warum oft keine Wiesbaden-Szenen im Tatort zu sehen sind

Es ist wieder soweit: Am Sonntag läuft ein neuer Wiesbaden-Tatort im Fernsehen. In „Murot und das Prinzip Hoffnung“ ermittelt Kommissar Felix Murot in einer Mordserie in Frankfurt. Drei Männer werden per Genickschuss getötet, eine Verbindung zwischen ihnen gibt es aber nicht – der Kommissar steht also wie so oft vor einem Rätsel.

Obwohl Felix Murot als Kommissar im Wiesbadener Landeskriminalamt arbeitet, sind im zehnten Tatort keine Szenen aus Wiesbaden zu sehen. Stattdessen wurde in Frankfurt, Königstein und Kronberg gedreht.

Unüblich ist das nicht. Während vielen Wiesbadenern noch die dramatische Schießerei vor dem Kurhaus im Tatort „Im Schmerz geboren“ von 2014 in Erinnerung ist, gab es danach kaum noch große Wiesbaden-Szenen. Murots letzter großer Fall in der Stadt war der sechste Tatort „Es lebe der Tod“ 2016. Warum ist das eigentlich so?

„Die Geschichten um den LKA-Beamten Felix Murot sind so angelegt, dass er in unterschiedlichen hessischen Regionen ermittelt“, erklärt Christian Bender vom Hessischen Rundfunk, der für die Murot-Tatorte zuständig ist. So war er bereits am Edersee, in Fulda oder in Offenbach unterwegs. „Da Wiesbaden Sitz des Landeskriminalamtes ist, spielen die Büroszenen natürlich in der Landeshauptstadt. Das Büro kommt allerdings aus dramaturgischen Gründen nicht in jeder Folge vor.“

Der neue Fall von Tatort-Ermittler Felix Murot läuft am Sonntag (21. November) um 20:15 Uhr im Ersten. In der Online-Mediathek ist die neue Folge nach der Erstausstrahlung sechs Monate lang zu sehen.

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