Smartes Warnsystem wird in Wiebaden getestet

Wo sonst Werbeclips ausgestrahlt werden, kann nun im Ernstfall die Bevölkerung informiert werden. Die Stadt Wiesbaden testet ein neues, smartes Katastrophenwarnsystem.

Smartes Warnsystem wird in Wiebaden getestet

Am Donnerstag, den 28. Mai, wird in Wiesbaden das Modulare Warnsystem (MoWaS) auf digitalen Werbeanzeigen der Wall AG getestet. Damit sollen im Ernstfall möglichst schnell möglichst viele Menschen gewarnt werden können.

Eigentlich laufen auf den sogenannten City Light Postern in Wiesbaden kurze Werbeclips. Die City Light Poster sind — vereinfacht ausgedrückt — digitale Werbeplakate, die auf einem Farbdisplay visualisiert werden. Auf den Screens der Firma Wall sollen in Zukunft aber auch Warnungen ausgegeben werden.

Gespeist werden die Bildschirme vom bundeseigenen MoWaS des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Bei gravierenden Gefahren werden von dort aus Warnmeldungen ausgegeben. Die Verwaltung der Landeshauptstadt, die Feuerwehr und die Wall AG haben zusammen in den vergangenen Monaten die technischen Voraussetzungen für das erweiterte Katastrophenwarnsystem in Wiesbaden geschaffen.

Am Donnerstag wird um 10 Uhr überprüft, ob die Warnungen auch auf den City Light Postern ankommen. Die Meldungen erreichen automatisiert über eine gemeinsame Schnittstelle die Screens. Dort wird dann sofort die normale Werbeausstrahlung unterbrochen und wichtige Informationen und Warnungen werden ausgespielt. So kann schnell eine große Zahl an Menschen erreicht werden. Denn nicht jeder hat eine Warn-App auf seinem Smartphone installiert.

Die Wall AG bietet den Service allen Partnerstädten an. Wiesbaden ist laut Geschäftsführer Patrick Möller aber die erste Stadt, welche die digitalen Stadtinformationsanlagen für diese Zwecke nutzt. So schließen die digitalen City Light Poster eine kleine Lücke in der Kommunikation für den Katastrophenfall. Dies verkürzt die Vorwarnzeit erheblich und kann helfen, im Ersntfall Leben zu retten. (js)

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