Asiatische Tigermücke breitet sich weiter in Hessen aus

Sie ist klein, schwarz-weiß gestreift und kann Viren übertragen: Die Asiatische Tigermücke breitet sich immer weiter in Hessen aus. Das Land animiert deshalb alle Bürger dazu, gegen die Ausbreitung vorzugehen.

Asiatische Tigermücke breitet sich weiter in Hessen aus

Die Asiatische Tigermücke gilt als Überträger des Dengue-, Chikungunya- und Zika-Virus. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien, kommt aber vermehrt über Import von Autoreifen und Glücksbambus oder als blinder Passager in Autos nach Europa. Auch im Rhein-Main-Gebiet wurden schon Exemplare gefunden – darunter in Frankfurt, Oestrich-Winkel und Flörsheim. In Wiesbaden wurden zwar bisher keine ausgewachsenen Mücken gesichtet, dafür aber Larven. Weil sich durch die Ausbreitung das Risiko für Krankheitsübertragungen erhöht, informiert das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) nun gezielter über die Asiatische Tigermücke.

Jeder kann etwas gegen Ausbreitung tun

Dafür gibt es ein neues Infoblatt mit allgemeinen Hinweisen zur Mücke und einer Checkliste für Grundstückseigentümer und -bewohner zur Prävention und Bekämpfung. „Wir alle können dazu beitragen, die Gesundheitsgefährdung durch die Asiatische Tigermücke in Hessen gering zu halten“, sagt der hessische Gesundheitsminister Kai Klos (Grüne) dazu. „Dazu sensibilisieren wir die Menschen für dieses Thema und wollen sie motivieren, selbst aktiv zu werden, um die Ansiedelung der Tigermücke von vornherein zu verhindern – denn das ist der beste Schutz.“

Dafür sei jetzt die richtige Zeit, weil in Hessen vor allem von Juni bis in den Spätsommer hinein mit Stechmücken zu rechnen sei. Die Tigermücke lege ihre Eier am liebsten in kleinen, künstlichen Wasseransammlungen in Menschennähe ab. Dagegen könne man vorgehen: „Zum Beispiel sollten Regentonnen abgedeckt, wassergefüllte Blumentopfuntersetzer vermieden, Gießkannen und Eimer umgedreht gelagert und Wasser in Vogeltränken regelmäßig erneuert werden“, heißt es dazu vom HLPUG.

Meldestelle für Sichtungen

Um herauszufinden, wo sich die Asiatische Tigermücke in Hessen bereits verbreitet hat, wurde im HLPUG außerdem ein Tigermücken-Monitoring etabliert. Wer eine Tigermücke sieht, kann ein Foto von ihr an die E-Mail-Adresse klimaanpassung-muecken@hlpug.hessen.de senden. Sie ist etwa 0,5 bis 1 cm groß und am ganzen Körper schwarz-weiß gestreift. Besonders auffällig: Sie hat einen weißen Streifen, der sich vom Hinterkopf über den Rücken bis zum Flügelansatz erstreckt.

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