In Bussen könnte es bald mehr Maskenkontrollen geben

Weil bisher die Masken-Pflicht im ÖPNV nur stichprobenartig kontrolliert wird, sind in Bussen immer wieder Fahrgäste ohne Mund-Nase-Schutz zu sehen. Im RMV-Gebiet könnte sich das bald ändern.

In Bussen könnte es bald mehr Maskenkontrollen geben

Ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro für jeden, der ohne Maske in einem Bus oder einer Bahn erwischt wird. Diese Maßnahme schreckt noch immer nicht alle Fahrgäste davon ab, bei kurzen Fahrten ohne Mund-Nase-Bedeckung in öffentliche Verkehrsmittel einzusteigen, oder sie unterwegs abzusetzen.

Immer noch kommen viele im täglichen Bus- und Bahnverkehr damit davon, denn Kontrollen gibt es nur stichprobenartig durch Beamte von Polizei oder Ordnungsamt. Im gesamten Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV), so stellte Geschäftsführer Knut Ringat jetzt die offiziellen Zahlen vor, werden derzeit im Schnitt nur 0,7 Prozent aller Fahrgäste als Maskenverweigerer erwischt.

Vorschlag liegt vor

Die Zahl könnte aber bald steigen, zumindest wenn es nach den Ringats Plänen geht. Er berichtet von einer Vorlage, über die der Aufsichtsrat bald entscheiden werden soll. Das Papier sieht dabei vor, dass die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in die gemeinsamen Beförderungsbedingungen des gesamten Verkehrsverbundes mit aufgenommen wird.

Dadurch wäre es in Zukunft möglich, dass nicht nur Beamte die Kontrollen durchführen und Bußgelder verhängen können, sondern auch Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe - ähnlich wie bei Fahrkartenkontrollen, bei denen die Verkehrsverbünde Schwarzfahrer zur Kasse bitten können.

Mehr Kontrollpersonal

Während die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe bisher nur Durchsagen machen können (wir berichteten), die auf die Maskenpflicht in den Wagen hinweisen, könnten Fahrkartenkontrolleure dann richtig durchgreifen. Dafür wünscht sich Ringat auch mehr Kontrollen, sowohl für Fahrscheine, als auch für Masken, die von aufgestocktem Personal durchgeführt werden.

Ob die erwischten Maskenverweigerer an der nächsten Haltestelle aussteigen müssen, oder ein Bußgeld zahlen müssen, ist noch nicht bekannt. Auch über die Höhe eines möglichen Bußgeldes hat Ringat sich nicht geäußert. Bevor die Maßnahme möglich wird, muss der Aufsichtsrat in seiner Sitzung der Idee zustimmen. Das nächste Treffen findet in rund zwei Wochen statt. (nl)

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