„Schützenhaus“-Nachfolger geht an den Start

Rund zweieinhalb Jahre stand das ehemalige Schützenhaus im Goldsteintal leer. Jetzt hat das Restaurant einen neuen Anstrich — und einen neuen Betreiber. Günter Gollner will modern kochen und den passenden Wein dazu servieren.

„Schützenhaus“-Nachfolger geht an den Start

Idyllisch am Waldrand liegt das ehemalige Schützenhaus im Goldsteintal zwischen Sonnenberg und Rambach. Wer etwas genauer hinsieht, bemerkt, dass dort derzeit noch Baustelle ist. Aber nur noch hinterm Haus, wo gerade noch eine Terrasse angelegt wird. Innen ist alles fertig, sodass Günter Gollner dort vor drei Tagen sein Restaurant „Goldstein“ eröffnen konnte.

Sanierung der Burg Sonnenberg

Rund zweieinhalb Jahre stand das ehemalige Schützenhaus leer, jetzt nutzte Günter Gollner die Chance. Bislang tischte er seinen Gästen im „Gollner’s“ in der Burg Sonnenberg auf. Weil diese aber aufwendig saniert wird, kann auch der Gastrobetrieb während dieser Zeit nicht weitergehen. „Die Erhaltung und Sanierung der Burg Sonnenberg sind wichtige Aufgaben. Wir sind froh und dankbar, ein solches geschichtliches Zeugnis in Wiesbaden zu haben, was von zahlreichen Bürgern besucht und genutzt wird“, erklärt Kulturdezernent Axel Imholz die Bedeutung der Ruine für die Stadt.

Dass das Team des Burgrestaurants „Gollner’s“ deshalb zurückstecken muss, ist zwar ärgerlich, könnte aber für Günter Gollner ganz neue Möglichkeiten bieten. Dazu waren jedoch auch im alten Schützenhaus einige Renovierungmaßnahmen dringend erforderlich. Wie Gollner gegenüber dem „Genussmagazin Frankfurt“ sagt, sei das aber in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt passiert. „So konnte die Fassade außen erhalten bleiben, aber innen haben wir alles umgedreht.“

Mit Zimmern zum Übernachten

Das bedeutet konkret: Ein modernes, barrierefreies Restaurant mit drei Räumen und zwei Terrassen für bis zu 150 Gäste. Für Besucher, die das Tal nach dem Essen nicht mehr verlassen möchten, gibt es laut Website „Zimmern zum Übernachten mit Blick ins Grüne.“

Und die Küche? Merkurist-Leser Michael hofft, dass es wieder leckeren Kuchen und Riesenschnitzel geben wird, für die die Vorgänger, Familie von Hüllesheim, bekannt waren. Riesenschnitzel wird es im neuen „Goldstein“ wohl eher nicht geben, stattdessen ist — passend zum Interieur — eine moderne Küche das Credo von Günter Gollner.

Auf der Speisekarte stehen unter anderem Premium-Rindfleisch und viele Fischgerichte, aber auch einige Spezialitäten aus Gollners Heimat Österreich. Zum Beispiel Wiener Saftgulasch, Backhendl oder — und darüber dürfte sich vor allem Leser Michael freuen — ein Wiener Schnitzel vom Kalb. Kuchen soll es auch weiterhin geben. Und auch einen großen Weinkeller hat das „Goldstein“ unter dem neuen Betreiber zu bieten. (ts)

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