Die Stadt Wiesbaden wird Teil eines europäischen Pilotprojekts, um eine innovative Mobilitätslösung zu erproben. Wie die Organisatoren des Programms „RAPTOR“ mitteilen, soll von Juli bis Dezember 2026 eine intelligente Überwachungslösung für Ladezonen getestet werden. Reiseführerund -berichte
Das Projekt in Wiesbaden widmet sich einem bekannten Problem: Lieferfahrzeuge, die Ladezonen länger als vorgesehen blockieren oder auf den fließenden Verkehr ausweichen. Dies führt laut den Projektverantwortlichen zu Staus und Sicherheitsrisiken.
Um dieses Problem anzugehen, wird das französische Unternehmen Dencity France eine intelligente Überwachungslösung für den Straßenrand einsetzen. Diese soll in Echtzeit Einblicke in die tatsächliche Nutzung der Ladezonen liefern. Ziel ist es, den städtischen Logistik- und Güterverkehr effizienter zu steuern und so die Innenstadt zu entlasten.
Europaweites Programm für Mobilität
Das Projekt ist Teil des Programms RAPTOR von EIT Urban Mobility, bei dem 14 europäische Städte gemeinsam mit Start-ups neue Ansätze für Verkehrssicherheit und Logistik erproben. „RAPTOR zeigt einmal mehr die Stärke der Zusammenarbeit zwischen Städten und Innovatoren sowie die zentrale Rolle agiler Innovationsprogramme“, erklärt Adriana Diaz, Director of Innovation bei EIT Urban Mobility.
Außer Wiesbaden ist aus Deutschland auch Berlin beteiligt. Dort soll eine Datenplattform dabei helfen, die am stärksten frequentierten Schulwege zu identifizieren, um Sicherheitsmaßnahmen dort zu priorisieren, wo Kinder am stärksten gefährdet sind. Die Projekte sollen den Städten Zugang zu neuen Lösungen verschaffen und den Unternehmen ermöglichen, ihre Technologien weiterzuentwickeln.