Gemischte Gefühle vor Start der E-Roller Verleihsysteme

Demnächst rollen sie auch auf Wiesbadens Straßen: Elektrisch betriebene Mietroller. Sharing-Anbieter bekundeten schon ihr Interesse. Doch sind die Wiesbadener auch bereit für die neuen Fortbewegungsmittel?

Gemischte Gefühle vor Start der E-Roller Verleihsysteme

Seit ein paar Wochen dürfen elektrisch angetriebene Tretroller auch in Deutschland gefahren werden. Während die Flitzer in der Anschaffung teilweise noch relativ teuer sind, könnten Sharing-Anbieter demnächst dafür sorgen, dass viele E-Scooter im Stadtgebiet unterwegs sein werden.

Die Stadt führt bereits seit einigen Wochen Gespräche mit mehreren Anbietern von E-Roller Verleihsystemen. Unter anderem der europäische Marktführer „Voi“ steht bereits in den Startlöchern, um Wiesbaden mit Rollern zu versorgen (wir berichteten). Doch was halten die Wiesbadener überhaupt von den neuen Verkehrsmitteln? Werden sie gut angenommen? Wir haben uns in der Fußgängerzone umgehört.

Gefährlich oder praktisch?

„Ich würde nicht damit fahren wollen“, sagt Svenja. „Alleine Fahrradfahren ist hier ja schon so gefährlich.“ Sie könne sich nicht vorstellen, dass man mit einem E-Roller sicher von A nach B kommen wird. Ähnlich sieht es auch Marco. „Dafür gibt es auch keine Helmpflicht, oder?“, merkt er an. Die gibt es tatsächlich nicht. Ein Punkt, der auch ihn ins Grübeln bringt. „In der Stadt ist mir das zu gefährlich. So im Urlaub an der Nordsee, oder in Holland, wo man schön flach geradeaus fahren kann, könnte ich mir das schon vorstellen.“

„Da bin ich, glaube ich, nicht die richtige Zielgruppe für.“ - Nina

Nina kann mit dem Begriff „E-Roller“ nichts anfangen. „Davon höre ich jetzt zum ersten Mal“, sagt sie. Nutzen würde sie ein Verleihsystem aber auch nicht. „Ich kann noch nicht mal sicher fahrradfahren“, sagt sie und lacht. „Da bin ich, glaube ich, nicht die richtige Zielgruppe für.“

Erste Testfahrten im Urlaub

Angelo hingegen findet die Roller praktisch: „Wenn der Preis stimmt für’s Ausleihen, würde ich es auf jeden Fall mal ausprobieren.“ Er benötigt zwar keinen Roller, um täglich von A nach B zu kommen, würde sie „für den Spaß“ aber gerne einmal ausprobieren. „Ich habe gelesen, die Beschleunigung soll ganz gut sein.“ Jens kann das bestätigen: „Ich habe die Scooter von Lime im Urlaub schon mal ausprobiert. Es macht super Spaß.“ Er könnte sich vorstellen, Leihroller in Zukunft auch auf seinem Weg zur Arbeit zu nutzen.

„Es hat Spaß gemacht.“ - Sandra

In Paris ist auch Sandra bereits mit einem E-Roller gefahren. „Es hat Spaß gemacht“, sagt sie. Einen wirklichen Nutzen sieht sie für sich in den Fahrzeugen aber nicht: „Ich muss täglich längere Strecken bewältigen, da bietet sich so ein kleiner Roller nicht unbedingt an“, sagt sie. Dem Verleihsystem stehe sie aber grundsätzlich offen gegenüber.

Und was denkt Ihr? Wird mit dem Start mehrerer Verleihsysteme das Roller-Chaos auf Wiesbadens Straßen ausbrechen? Oder werden kürzere Wege dadurch vielleicht eher mit Bus und Roller zurückgelegt? Schreibt Eure Meinung unter diesen Artikel! (js)

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