E-Roller Verleihsystem in Wiesbaden steht in den Startlöchern

Mit dem Anbieter „Voi“ steht Europas größter E-Roller Sharing-Anbieter in den Startlöchern, um auch in Wiesbaden ein Verleihsystem zu etablieren. Weitere Fahrzeuge sollen später folgen.

E-Roller Verleihsystem in Wiesbaden steht in den Startlöchern

Der Bundesrat hat Mitte Mai den Weg für elektrisch betriebene Tretroller geebnet. Fest steht: Die E-Scooter dürfen demnächst — sofern sie eine Betriebserlaubnis haben und versichert sind — in Deutschland genutzt werden. Der größte Sharing-Anbieter Europas steht bereits in den Startlöchern und plant, auch in Wiesbaden schon bald mit einem Verleihsystem an den Start zu gehen.

Das schwedische Unternehmen „Voi“ ist derzeit in 22 Städten und zehn europäischen Ländern präsent und konnte bislang insgesamt drei Millionen Fahrten ermöglichen. In Deutschland konnte „Voi“ aufgrund der Rechtslage bislang noch nicht Fuß fassen. Schon ab Juli könnten die rot-schwarzen E-Scooter aber auch in Wiesbaden unterwegs sein.

Spezieller E-Roller für den deutschen Markt

Das sagt zumindest Claus Unterkircher, General Manager des Unternehmens für Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Sobald wir die Betriebserlaubnis erhalten, können wir in den ersten Städten loslegen.“ Wann das genau sein wird, hänge vom Kraftfahrt Bundesamt ab. Aber auch der Fortschritt der Gespräche mit der Stadt Wiesbaden könnten den Start — je nach Ausgang — bremsen oder beschleunigen. „Als größter Anbieter in Europa planen wir aber, in 30 bis 35 Städten in den nächsten Monaten zu starten. Auch mit Wiesbaden sind wir im Gespräch.“

Die Roller, die in Wiesbaden zum Ausleihen zur Verfügung stehen werden, wurden speziell für den deutschen Markt entwickelt. Sie tragen den Namen „Voiager 1“ und entsprechen den „strengen deutschen Sicherheitsbestimmungen“, wie Unterkircher sagt und sind mit Brems- und Kontrollleuchten ausgestattet. Der Roller hat mit 10-zölligen Rollen größere Reifen als vergleichbare Modelle und wird zudem über zwei Bremsen verfügen.

So können die Roller ausgeliehen werden

„So abstellen, dass weder Passanten noch andere gefährdet werden.“ - Claus Unterkircher, VOI

Das Finden und Ausleihen des „Voiager 1“ funktioniert denkbar einfach: In der Voi-App bekommen Nutzer die Standorte der verfügbaren Roller angezeigt und können diese ebenfalls über die App in Betrieb nehmen. Der Verleih funktioniert nach dem sogenannten free-floating-Prinzip, was bedeutet, dass die Roller nicht an eine Station gebunden sind und frei abgestellt werden können. „Nach dem Ausleihen ist es wichtig, dass die E-Scooter wieder ordentlich abgestellt werden, um weder Passanten noch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden“, erklärt Unterkircher und greift damit auch gleich einen der häufig genannten Kritikpunkte an diesem System auf.

Bezüglich der Anzahl der zum Start in Wiesbaden verfügbaren Roller kann der General Manager von „Voi“ aber noch nichts sagen. Man wolle mit einer kleinen Flotte starten und diese bei Bedarf erhöhen, um nachhaltig und verantwortungsvoll zu wachsen. „Es ist uns wichtig, dass wir den Nutzern ein gutes Produkt mit einer guten Abdeckung bieten, uns aber auch nach dem Bedarf in der jeweiligen Region orientieren“, so Unterkircher.

Weitere Fahrzeuge geplant

Wenn sich die E-Roller in Wiesbaden etabliert haben, werden auch weitere Fahrzeuge zum Ausleihen folgen. Unter anderem auch ein weiterer Roller mit drei Rädern und austauschbarem Akku. Auch geplant sind E-Bikes und E-Cargo-Bikes, die ebenfalls über die App ausgeliehen werden können. Neben „Voi“ werden demnächst aber wohl auch weitere Anbieter versuchen, in Wiesbaden Fuß zu fassen. (js)

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