Immer wieder Fahrraddiebstähle: HSK planen Gegenmaßnahmen

Den Mitarbeitern der HSK werden regelmäßig ihre Fahrräder geklaut. Dass diese an einem belebten Platz an einem Fahrradständer abgeschlossen sind, scheint die Diebe nicht zu stören. Doch bald soll es für die Räder sicherer werden.

Immer wieder Fahrraddiebstähle: HSK planen Gegenmaßnahmen

Wer mit dem Fahrrad in Wiesbaden unterwegs ist, ist leidgeprüft. Seit Jahren werden fehlende oder schlechte Radwege moniert, das regelmäßig schlechte Abschneiden der Landeshauptstadt im ADFC-Fahrradklima-Test bestätigt das. Umso ärgerlicher ist es, wenn man sich neben Autos und Radwegen auch noch mit Fahrraddieben herumschlagen muss. Aber genau das scheint ein Problem für die Mitarbeiter der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) zu sein.

„Innerhalb von zweieinhalb Jahren bin ich zweimal Opfer von Fahrraddiebstählen an den HSK geworden“, erklärt ein Mitarbeiter gegenüber Merkurist. Einem Kollegen habe es noch härter erwischt: Ihr ist mittlerweile zum vierten Mal ein Fahrrad gestohlen worden. Abgestellt waren die Räder jeweils an einem Fahrradständer an der Klinik.

„Ich kenne viele Kollegen, die auch betroffen sind persönlich“, so der Mitarbeiter. Rückmeldungen von den HSK habe es auf seine Beschwerden hin keine gegeben.

HSK kennen das Problem

„Wir nehmen die Rückmeldungen sehr ernst.“ - Anja Dörner, Helios-Sprecherin

Dabei ist den HSK das Problem durchaus bekannt. „Wir nehmen die Rückmeldungen unserer Mitarbeiter selbstverständlich ernst und arbeiten derzeit an einer Lösung des Problems“, sagt Anja Dörner aus der Unternehmenskommunikation von Helios. Wie auch den Betroffenen ist es ihr ein Rätsel, warum es dort so häufig zu Fahrraddiebstählen kommt. „Die Abstellmöglichkeiten befinden sich in einem belebten Bereich, in dem Fahrgäste in Busse ein- und aussteigen und Besucher von den Parkplätzen Richtung Hauseingang laufen“, so Dörner.

„Wir richten gerade eine abschließbare Fahrradgarage ein.“ - Anja Dörner

Da diese Kontrolle aber offenbar keine Fahrraddiebe abschreckt, plant man nun Gegenmaßnahmen. „Um unseren Mitarbeitern mehr Sicherheit für ihre Fahrräder zu bieten, richten wir gerade eine abschließbare Fahrradgarage ein“, erklärt Dörner. Ab dem 1. September sollen rund 20 Stellplätze zur Verfügung stehen. „Für die Nutzung ist eine Anmeldung notwendig, um einen Chip für den Zugang zur Fahrradgarage zu erhalten“, so die Unternehmenssprecherin. (js)

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