Warum es in Wiesbaden-Biebrich bald laute Pfeiftöne und Dampfwolken gibt

Demnächst kann es rund um das neue Müllheizkraftwerk zu lauten Pfeiftönen kommen. Auch Dampfwolken werden zu sehen sein. Was dahintersteckt.

Warum es in Wiesbaden-Biebrich bald laute Pfeiftöne und Dampfwolken gibt

Am Montag (18. Mai) beginnt die MHKW Wiesbaden GmbH mit den ersten Funktionstests der Müllverbrennungsanlage Am Pappelwäldchen 2. Das teilt das Unternehmen mit. Die Tests seien demnach notwendig, um einen störungsfreien und sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Die eigentliche Testreihe startet am 19. Mai und dauert voraussichtlich bis zum 22. Mai. An diesen Tagen werden die Rohrleitungen der Anlage mit heißem Dampf gereinigt. Dieser Vorgang, auch Dampfblasen genannt, findet tagsüber bis zu zweimal täglich für jeweils rund 20 Minuten statt.

Dabei wird ein lautes Pfeifen zu hören sein, das laut Betreiber an eine Dampflok erinnert. Trotz eines Schalldämpfers sei das Geräusch auch außerhalb des Geländes wahrnehmbar. Außerdem entsteht bei jedem Ausblasen eine Wolke aus Wasserdampf. Diese sei jedoch unbedenklich.

Rohrreinigung notwendig für künftigen Betrieb

Das Dampfblasen dient dazu, die Rohrleitungen von Metall- und Rostpartikeln zu befreien. So werde eine „gleichbleibende Qualität des Dampfes“ gesichert.

Diese ist notwendig, um den Frischdampf auf die Turbine des Kraftwerks leiten zu können. Der Vorgang ist nach Angaben des Unternehmens erforderlich, um dauerhaft eine reibungslose Funktion der Turbine zu gewährleisten und gehört zu den vorbereitenden Arbeiten für den regulären Betrieb. Das Regierungspräsidium Darmstadt, die Feuerwehr, die Polizei und die Stadtverwaltung Wiesbaden sind über die Tests informiert.