Oberbürgermeister fordert, Geflüchtete aufzunehmen

Oberbürgermeister Mende und Sozialdezernent Manjura bieten an, in Wiesbaden weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen in der Stadt eine Perspektive bekommen.

Oberbürgermeister fordert, Geflüchtete aufzunehmen

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Sozialdezernent Christoph Manjura (beide SPD) haben sich dafür ausgesprochen, Geflüchtete aus Griechenland aufzunehmen. Sie unterstützen damit die Forderung der Liga der Wohlfahrtsverbände und zahlreicher weiterer Organisationen, dass die Landesregierung Hessens angesichts der katastrophalen Situation in Flüchtlingslagern im Mittelmeerraum handeln muss.

Wiesbaden ist seit Jahrzehnten ein Ort der gelebten Vielfalt, in dem über 160 Nationen zusammen leben. Wie Manjura und Mende deutlich machen, sind die allerwenigsten davon Geflüchtete. Allen Einwohnern gemein seien neue Perspektiven, Unterstützung und Beratung in allen Lebenslagen. „Geflüchteten, die in den Flüchtlingslagern, beispielsweise in Griechenland, unter teils erbärmlichen Zuständen leben müssen, wird dies verwehrt“, so Mende.

Aus humanitärer Überzeugung und als ein Ort der Vielfalt stehe man deshalb weiter zur Verfügung, Geflüchtete aufzunehmen, „diese Menschenwürdig in Wiesbaden unterzubringen, zu versorgen und zu integrieren“, sagt der Oberbürgermeister. „Insbesondere Kindern und Jugendlichen sollten wir eine Perspektive bieten“, ergänzt Manjura.

Am 13. Dezember 2018 hatte die Stadtverordnetenversammlung zudem die Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen beschlossen. Die Stadt Wiesbaden verpflichtet sich über ihren ursprünglichen Anteil an der Flüchtlingsaufnahme hinaus dazu, Menschen aufzunehmen — vor allem im Mittelmeer gerettete. (nl)

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