Die ersten Leihfahrräder für Wiesbaden sind startklar

Im Juli will die ESWE Verkehr mit dem neuen Leihfahrradsystem „meinRad“ an den Start gehen. Die Vorbereitungen laufen seit Wochen, die ersten Räder sind schon startklar.

Die ersten Leihfahrräder für Wiesbaden sind startklar

500 orangefarbene Fahrräder sollen schon Anfang Juli durch Wiesbaden rollen. Unter dem Namen „meinRad“ bietet die ESWE Verkehr sie als Leihräder an, um eine schnelle und flexible Alternative zu Busfahrten bereitzustellen. Die Vorbereitungen für das Projekt laufen auf auf Hochtouren.

Montage läuft

Die ersten 70 Fahrräder stehen bereits startklar in der ESWE-Garage. Speziell geschulte Mitarbeiter der ESWE sorgen derzeit in Teamarbeit mit Kollegen von der Mainzer Mobilität dafür, dass die Räder bis zum Start in einwandfreiem Zustand sind. Die Unterstützung von der anderen Rheinseite kommt dabei nicht durch Zufall: In Mainz gibt es schon seit einigen Jahren ein Mietfahrradsystem, und auch wenn die Räder dort in Gelb sind, sollen die Fahrräder in Zukunft zwischen den beiden Städten ausgetauscht werden können (wir berichteten). Das heißt, dass ein Wiesbadener Fahrrad auch in Mainz an einem Terminal geparkt werden kann.

Weil die ESWE-Räder und Mainzer Räder dafür fast baugleich sein müssen, geht die Montage schnell. Exakt 41 Minuten brauchen die Mitarbeiter, um ein Fahrrad startklar zusammenzubauen.Dabei legt ein genauer Plan die einzelnen Schritte fest, damit kein Teil vergessen wird: Die Bremsen und Schaltung einstellen und prüfen dauert zehn Minuten, den Lenker ausrichten und festschrauben fünf Minuten, den Luftdruck prüfen drei Minuten und die Rahmennummer im System eintragen zwei weitere Minuten.

Fast startklar

„Wir haben natürlich besonders hohe Qualitätsanforderungen, da unsere Räder auch unter großen Belastungen täglich im Wiesbadener Stadtverkehr funktionieren sollen“, sagt Sandra Beege, Projektleiterin von „meinRad“. Insgesamt wird die Montage aller 500 Räder rund 342 Stunden dauern – inklusive zweiminütiger Probefahrt.

Kurz vor dem Systemstart im Juli werden die Bikes dann mit speziellen Verteilerfahrzeugen an die insgesamt rund 50 Standorte gebracht. Zwischen sechs und 36 Räder werden an einem Standort je nach Platzverhältnissen angeboten. Einen kleineren Standort soll es beispielsweise in der Neugasse geben, einen großen auf dem Bahnhofsvorplatz. Damit die Räder an vielbesuchten Stellen nicht ausgehen, und gleichzeitig immer genügend Platz ist, um eins zurückzubringen, werden die Fahrräder nach dem Start täglich umverteilt.

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