In Wiesbaden kann ab jetzt ein neues Mehrwegsystem getestet werden. Landwirtschafts- und Umweltminister Ingmar Jung (CDU) und die für Umwelt zuständige Wiesbadener Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Grüne) gaben den Startschuss für die Aktion.
Das System, das hinter der Aktion steckt, sei relativ simpel. Nachdem der Kaffee getrunken wurde, kann man die Mehrwegbecher an einer der Rückgabesäulen abgeben. Während des Pilotversuchs, der noch bis Freitag, 22. März, läuft, sind rund 20 grüne Rückgabesäulen in der Stadt verteilt. Dort können die Mehrwegbecher eingeworfen und das Pfand wird per App zurückgezahlt. Die Becher werden regelmäßig abgeholt und gereinigt an die teilnehmenden Unternehmen zurückgegeben.
Elf Unternehmen mit 85 Filialen und Verkaufsstellen in Wiesbaden sowie in Mainz machen mit. Dort können die Mehrwegbecher ebenfalls zurückgegeben werden. Wie Hinninger sagt, könne es mit diesem Kreislaufsystem gelingen, den Verpackungsmüll zu reduzieren, Energie sowie Ressourcen zu schonen und damit den Klimaschutz zu fördern. „Als Wirtschaftsdezernentin sehe ich außerdem eine Chance für diejenigen gastronomischen Betriebe, die seit Anfang 2023 zu Mehrweg-Lösungen verpflichtet sind, sich einer praktikablen Lösung anzuschließen.“
Weitere Informationen zum Projekt „Mehrweg-Modellstadt“ und den beteiligten Partnern finden Interessierte unter www.mehrwegstadt.de.
Hintergrund
Restaurants, Cafés und Lebensmittelgeschäfte müssen seit dem 1. Januar 2023 eine sogenannte Mehrwegangebotspflicht erfüllen. Für Speisen und Getränke zum Mitnehmen muss außer einer Einwegverpackung auch eine Mehrwegalternative angeboten werden. Mit dieser Mehrwegangebotspflicht soll einmal genutzter Verpackungsabfall vermieden und der Umweltschutz gestärkt werden.