Chaos bei Bahnarbeiten: Entgleisung in Rüdesheim

Die DB kämpft mit Schwierigkeiten bei der Sanierung der rechten Rheinstrecke. Eine Maschine in Rüdesheim entgleiste. In Wiesbaden gibt es zudem eine verlängerte Sperrung eines Bahnübergangs.

Chaos bei Bahnarbeiten: Entgleisung in Rüdesheim

Bei Bauarbeiten an der rechten Rheinstrecke kommt es aktuell zu mehreren Problemen. Am Sonntagabend (25. Oktober) ist in Rüdesheim am Rhein eine Gleisstopfmaschine entgleist. Die großen gelben Fahrzeuge fahren normalerweise langsam und rütteln dabei, um den Schotter unter den Gleisen zu verdichten. Die Deutsche Bahn bat das Technische Hilfswerk (THW) um Unterstützung bei der Bergung.

Die Ortsverbände des THW Geisenheim und Heidenrod rückten mit 30 Einsatzkräften an. Da sich die Unfallstelle an einem Bahndamm befand, mussten die benötigten Materialien mit einem Kran dorthin gehoben werden. Mit Hydraulik setzten die Helfer die schwere Baumaschine wieder auf die Schienen. Der Einsatz war gegen 23:30 Uhr beendet, verletzt wurde niemand.

Kurios: Erst in der Vorwoche war es an fast der gleichen Stelle zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Am Montag, den 19. Oktober, kippte dort ein mit Schotter beladener Waggon eines Bauzuges um. Auch hier war das THW im Einsatz.

Verlängerte Sperrung in Wiesbaden-Biebrich

Auch in Wiesbaden führen die Bauarbeiten an der Bahnstrecke zu Einschränkungen. Wie die Landeshauptstadt Wiesbaden mitteilt, bleibt der Bahnübergang in der Gibber Straße in Biebrich wegen unvorhersehbarer Schwierigkeiten länger als geplant gesperrt. Die Vollsperrung dauert voraussichtlich bis Dienstag, 24. November.

Für den Fahrzeugverkehr bleibt die Umleitung über die Äppelallee, Biebricher Allee und Tannhäuserstraße bestehen. Fußgänger können die Unterführung in der Gibber Straße zur Äppelallee nutzen. Die Sperrung betrifft auch den Radverkehr.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten

Die DB InfraGo führt an der Strecke eine Generalsanierung durch. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt am Bahnübergang in der Gibber Straße. Dort werden unter anderem die Verkehrsstation, Bahnsteige, zwei Stützwände, die Schrankenanlage sowie acht Weichen samt Signaltechnik erneuert.

Laut der Deutschen Bahn sind die Arbeiten eine Investition in die Zukunft. Ohne die Sanierung könne es zu größeren Schäden und damit zu stärkeren Verkehrsbehinderungen kommen.