Feuerwehr hat wegen Hitze alle Hände voll zu tun

Mehr als 120 Notrufe

Feuerwehr hat wegen Hitze alle Hände voll zu tun

Temperaturen bis 36 Grad haben am Dienstag für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst in Wiesbaden gesorgt. Wie die Feuerwehr mitteilt, gingen in der Leitstellen allein 128 Notrufe beim Rettungsdienst ein, weil Patienten hitzebedingte Beschwerden hatten.

Um die Mittagszeit wurde die Feuerwehr wegen eines vermeintlichen Bombenfundes ins Rheingauviertel gerufen. Dort stießen Bauarbeiter mit einem Bagger auf einen verdächtigen Gegenstand, den sie zunächst für einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg hielten. Nach der Begutachtung durch Polizei und Kampfmittelräumdienst gab es aber Entwarnung: Es handelte sich lediglich um ein altes Rohr.

Im Laufe des Tages musste allein die Feuerwehr mehr als 20 Mal ausrücken. Dabei ging es insgesamt sechs Mal um Tierrettungen in der Hitze. Ebenfalls sechs Mal mussten die Kräfte ausrücken, um beim Öffnen von Türen zu helfen.

Am Nachmittag schlugen im gesamten Stadtgebiet mehrere Rauchmelder in Wohnungen an. Zwar handelte es sich in allen Fällen um Fehlalarmen, dennoch musste ein Löschzug als Vorsichtsmaßnahme zu jedem der Häuser ausrücken — und das zum Teil zeitgleich. Im Staatstheater musste außerdem ein Brandsicherheitsdienst gestellt werden. Zudem kam es am Abend zu einer Rauchentwicklung in der Nähe der A643 auf Höhe des Kallebades in Schierstein.

Weil es zu so vielen Einsätzen kam, musste die Rettungsleitstelle personell verstärkt werden. Die Feuerwachen 2 und 3 wurden durch die Freiwilligen Feuerwehren Kastel, Kostheim, Naurod, Rambach und Igstadt besetzt, um für Folgeeinsätze gerüstet zu sein. (ts)

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