Neue Gymnasien in Kastel und Dotzheim geplant

In zwei Stadtteilen sollen neue Schulen gebaut werden. Wo die Bagger zuerst rollen, entscheidet sich im Sommer.

Neue Gymnasien in Kastel und Dotzheim geplant

Wiesbaden soll zwei neue Gymnasien bekommen, und zwar in den Stadtteilen Dotzheim und Mainz-Kastel. Das hat der Magistrat in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen.

„Überraschend, aber städtebaulich geschickt, sollen gleich zwei Standorte geplant werden. Dies führt dazu, dass mit entsprechender zeitlicher Versetzung dem steigenden Bedarf an Gymnasialplätzen in Wiesbaden entsprochen werden könnte“, begründet Stadtkämmerer und Schuldezernent Axel Imholz die Entscheidung.

Zwei Standorte

In Dotzheim soll die neue Schule in der Stegerwaldstraße gebaut werden. Dort steht ein städtisches Grundstück unterhalb der HSK zur Verfügung. Auf 20.000 Quadratmetern sei dort auch noch genug Platz, um eine Zweifeld-Turnhalle an das Schulgebäude anzugliedern.

Das zweite Gymnasium soll im Bereich der Kastel-Housing-Area entstehen. Das vorgesehene Grundstück befindet sich derzeit noch im Besitz des Bundes und wird noch von den amerikanischen Streitkräften genutzt. Die Stadt verhandelt derzeit über den Ankauf der Fläche. Auch dort soll eine Sporthalle den Neubau ergänzen. Mit vier Feldern soll sie später auch von der bereits bestehenden Grundschule genutzt werden.

„Beide Standorte bieten die Möglichkeit der wohnortnahen Versorgung mit Gymnasialplätzen.“ - Axel Imholz, Schuldezernent

„Beide Standorte bieten die Möglichkeit der wohnortnahen Versorgung mit Gymnasialplätzen. Sowohl im westlichen Teil der Stadt, wie auch im südöstlichen Teil der Stadt ist bisher kein Gymnasium vorhanden“, stellt Schuldezernent Imholz zur Standortfrage klar. In Dotzheim würden die Busverbindungen zum Grundstück entsprechend angepasst werden. Bereits zum Schuljahr 2020/2021 sollen neue Klassenräume in einem mobilen Raumsystem geschaffen werden. Wie Imholz berichtet, könne der Bedarf an Gymnasialplätzen anders nicht mehr gedeckt werden. Deshalb sollen sich die Ortsbeiräte schon jetzt auf die Suche nach möglichen Namen für die neuen Schulen begeben.

Planungen gestartet

Damit eines der Gymnasien schon zum Schuljahr 2023/2024 bezogen werden kann, starten die Planungen sofort. Das zweite soll zum Schuljahr 2026/2027 eröffnen. Welcher Standort zuerst gebaut wird, will die Stadt im Laufe des Sommers entscheiden, wenn die Pläne für beide Neubauten vorliegen. Die Kosten für die Neubauten werden derzeit auf rund 60 Millionen geschätzt. (lp)

Logo