Sommergastronomie 2020 nur in abgespeckter Form möglich

Nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer wünschen sich viele Wiesbadener eine Gastronomie auf dem Mauritiusplatz. Konkrete Ideen gibt es dafür aber noch nicht.

Sommergastronomie 2020 nur in abgespeckter Form möglich

Als „Stiefkind“ oder „Taubenplatz“ bezeichnete Monika Heller (SPD) den Mauritiusplatz in der Sitzung des Ausschusses für Frauen, Wirtschaft und Beschäftigung am Donnerstag. Dabei sei der Platz bei der Konzeption der Innenstadt als zentraler Treffpunkt angelegt worden. Damit er das wieder wird, soll eine Sommergastronomie den Platz in den warmen Monaten beleben.

Im Winter bereits erfolgreich

Dass ein gastronomisches Angebot inmitten der Fußgängerzone funktioniert, zeigte in den vergangenen fünf Jahren bereits die „Winterstubb“. Bürgermeister Oliver Franz (CDU) fasste zusammen, dass der Aufbau mit Almhütte, Stehtischen und Riesenrad zum einen dazu geführt habe, dass nach Ladenschluss mehr Wiesbadener in der Innenstadt unterwegs waren. Zum anderen aber auch dazu, dass sich Passanten in den Abendstunden rund um den Platz sicherer fühlten. Weil die „Winterstubb“ aber auch am Mittag schon ihre Türen öffnete, habe die Einrichtung zu mehr Aufenthaltsqualität im Zentrum geführt.

Die Konzession für das Winterangebot ist nun nach fünf Jahren abgelaufen und wird — unter der Bedingung, dass es auch in Zukunft ein Riesenrad geben soll — für die kommenden Jahre neu ausgeschrieben. Doch auch schon im frühen Sommer dieses Jahres könnte der Platz neben den Ständen von Oster- und Herbstmarkt bespielt werden.

Mehr als Essen und Trinken

Doch wie genau diese „Sommergastronomie“ aussehen soll, ist noch nicht geklärt. Die Grünen schlugen deshalb ein Symposium vor, bei dem Vertreter aus Politik und Gestaltungsbeirat ein genaues Konzept entwerfen sollen, das dann zur Ausschreibung gestellt wird. Klar ist nämlich bisher nur, dass es neben Speisen und Getränken auf dem Mauritiusplatz auch ein Unterhaltungsangebot geben könnte, etwa in Form einer Bühne oder eines Fahrgeschäftes.

Die genauen Vorstellung noch vor der Ausschreibung festzulegen, sah Lucas Schwalbach (FDP) aber als „Vollbremsung“ für das Projekt, das seit Längerem ein großer Wunsch von Einzelhändlern, Politikern und der Polizei sei. Auch Bürgermeister Oliver Franz argumentierte, dass die Eröffnung sich durch die zusätzliche Vorbereitungszeit nur weiter verzögern würde. Für einen Anbieter, der einen Aufbau ähnlich der „Winterstubb“ erst anfertigen lassen muss, wäre ein Start in diesem Sommer damit unmöglich.

Vorschlag für schnellen Start

Stattdessen schlug Franz dem Ausschuss vor, die Konzession auf dem Platz auszuschreiben und abzuwarten, mit welchen Ideen die Bewerber sich zurückmelden. Eine komplette Bebauung des Platzes könne es nicht geben, da Rettungswege freigehalten werden müssten. Bei einem ansprechenden Vorschlag, der sich ins Stadtbild einfügt, könne nach Franz’ Vorschlag ein Gastronom schon in diesem Sommer mit einer abgespeckten Version loslegen, und ab 2021 mit dem festen Modell starten.

Logo