Wiesbadener Schwimmbäder: Eintritt wird deutlich teurer

Die Eintrittspreise in den Wiesbadener Schwimmbädern sollen in den nächsten drei Jahren schrittweise ansteigen. Mattiaqua begründet den Schritt mit den hohen Investitionen in die Bäder.

Wiesbadener Schwimmbäder: Eintritt wird deutlich teurer

Die Wiesbadener Bäderbetriebe Mattiaqua wollen ab dem nächsten Jahr die Eintrittspreise für die Schwimmbäder der Stadt erhöhen. Das teilt die Stadt Wiesbaden am Dienstag mit. Außerdem soll ein einheitliches Kassensystem in allen Bädern eingeführt werden.

Ab 2020 soll es dann in allen Schwimmbädern eine einheitliche Preisregelung geben, wer den vollen Preis bezahlt und wer ermäßigten Eintritt erhält. Der Eintritt für Kleinkinder unter drei Jahren ist weiterhin in allen Einrichtungen kostenfrei. Die anderen Benutzergruppen müssen zukünftig einen teilweise deutlich erhöhten Eintrittspreis zahlen. Das gilt sowohl für die Freibäder, als auch für die Thermen und Hallenbäder. Dabei soll in zwei Schritten vorgegangen werden – 2020 und 2022 werden die Preise jeweils nach oben angepasst.

In den Bädern Kleinfeldchen, Kostheim, Kallebad und Maaraue sollen Erwachsene ab 2020 fünf statt wie bisher 4,50 Euro zahlen, ab 2022 5,50 Euro. Bei Kindern und Jugendlichen soll der Preis von 1,50 auf erst 2 und dann 2,50 Euro steigen. Im Opelbald wird der bisherige Preis für Erwachsene von 8,20 Euro im nächsten Jahr auf 10, 2022 auf 12 Euro angehoben.

Ausgenommen von den Preisanpassungen ist das Freizeitbad in der Mainzer Straße. Der bauliche Zustand des Bades lässt laut Mattiaqua keine vertretbare Preiserhöhung zu. Der Preis wird dort sogar auf 2 Euro gesenkt. Nach aktuellen Plänen soll das Schwimmbad geschlossen werden, sobald der neue Sportpark Rheinhöhe fertig gestellt ist.

Hohe Investitionen

Als Grund für die Erhöhungen gibt die Stadt an, dass die Eintrittspreise seit sieben Jahren nicht mehr erhöht wurden. Zugleich seien aber die Personal-, Energie- und Sachkosten deutlich angestiegen. Das habe dazu geführt, dass sich der Zuschussbedarf von Mattiaqua in den letzten Jahren immer weiter erhöht habe. Gleichzeitig investierte die Stadt in den letzten Jahren über 2,5 Millionen Euro in ihre Bäder, weitere 4 Millionen sollen noch folgen.

Mit den neuen Preisen führt der Bäderbetrieb eine neue Rabattkarte mit dem Namen „Mattiaqua-Card“ ein. Diese kann mit einem Guthaben aufgeladen werden und dann für den Eintritt oder etwa in der Gastronomie in allen Bädern und Thermen Verwendung finden. Mit der neuen Karte werden auch die bisherigen Zeit- und Sammeleintrittskarten eingestellt.

„Wir machen mit der mattiaqua-card einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Eine Vereinheitlichung von Rabatten und Preiskategorien ist dringend notwendig“, erklärt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. „Zudem ziehen wir, wie politisch vielfach gefordert, Konsequenzen aus dem Organisationsgutachten zu den Bäderbetrieben.“ Dennoch sei er sich bewusst, dass die Preiserhöhungen für viele Gäste nicht unerheblich seien. (ms)

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