Wie Wiesbadener Einkaufszentren mit den Corona-Auflagen umgehen

In Geschäften wird der Eingang kontrolliert, es herrscht Maskenpflicht und es darf nur öffnen, wer weniger als 800 Quadratmeter Ladenfläche hat. Doch wie sieht die Situation in den Einkaufszentren aus, wo viele kleine und Große Läden zu finden sind?

Wie Wiesbadener Einkaufszentren mit den Corona-Auflagen umgehen

Seit dem 20. April sind die Corona-Schutzmaßnahmen für den Einzelhandel gelockert. Geschäfte bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern dürfen seitdem unter strikten Hygienemaßnahmen wieder öffnen. Teilweise haben auch größere Läden geöffnet, müssen ihren Laden aber so absperren, dass auch dort nur 800 Quadratmeter für Einkäufer offen stehen. Aber wie sieht die Situation im Luisenforum und dem Lili, den beiden großen Wiesbadener Einkaufszentren aus?

Generell durften die Center ihre Türen auch schon vor dem 20. April wieder öffnen, denn Lebensmittelmärkte wie Rewe (Luisenforum und Lili) oder Aldi (Lili) waren ohnehin nie geschlossen. Dass nun aber auch weitere Geschäfte hinzukommen, stellt die Malls vor Herausforderungen.

„Das ganze Team — inklusive mir — ist auf dem Fußboden herumgerutscht, damit wir den Menschen das Maximum an Sicherheit geben können“, erklärt Andreas Dörr, Centermanager des Luisenforums. In dem Einkaufszentrum wurden in den vergangenen Wochen viele Wegweiser installiert, um Besucher besser zu lenken, Desinfektionsspender aufgestellt und Absperrbänder angebracht. Außerdem wurde ein Einbahnsystem eingerichtet, damit sich im Idealfall Passanten an Engstellen nicht mehr aneinander vorbei bewegen müssen.

Besucher wurden außerdem — soweit das möglich war — mit Schutzmasken versorgt. Auf dem Boden befinden sich die mittlerweile bekannten Abstandsmarkierungen und auch in den Aufzügen finden sich entsprechende Hinweise. „Die Resonanz der Kunden geht von Unverständnis bis Zustimmung“, sagt Dörr. Die Kundenfrequenz sei in dieser besonderen Zeit zu vernachlässigen, „es geht nur zusammen, sonst können wir das alles wieder einstampfen.“ Er hat den Eindruck, dass die meisten Kunden derzeit zu Rewe und dm gehen, um sich mit Waren des täglichen Bedarfs einzudecken. „Unterhaltungselektronik und Games gehen anscheinend auch ganz gut, wohl aus Angst vor einer zweiten Welle“, vermutet Dörr.

Auch im Lili wurden mehrere Maßnahmen ergriffen, damit die Kunden gefahrlos einkaufen können. Gastronomien, wie etwa „Zoorna Döner“ oder „Starbucks“ boten auch vor den Lockerungen bereits einen To-Go-Service an. Hinzu kamen noch Bäckereien, die Apotheke sowie der Rossmann im Lili. Seit dem 20. April aber, wurden auch hier weitere Stores geöffnet.

Einkaufen unter besonderen Umständen

Wer dort nun einkaufen möchte, muss natürlich auch eine Maske tragen. Das gilt auch, wenn man nur durch das Center läuft und in keinen Laden geht. Wer keine eigene hat oder spontan vorbeikommen möchte, kann sich an den Sicherheitsdienst des Centers wenden, der Masken herausgibt. Der Sicherheitsdienst schaut nicht nur an den Eingängen, ob Besucher Masken tragen, sondern sorgt auch dafür, dass die Abstandsregeln überall eingehalten werden. Im Lili wird derzeit besonders gründlich gereinigt, vor allem auch Handläufe und Türklinken werden mehrmals desinfiziert. In den Geschäften ist nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter Fläche erlaubt, was durch eine Zugangsregulierung gewährleistet wird.

Die Geschäfte im Lili und dem Luisenforum, die größer sind als 800 Quadratmeter, haben trotzdem geöffnet. Der Elektronikmarkt Saturn etwa, der in beiden Häusern zu finden ist, trennt 800 Quadratmeter ab, auf denen Kunden erlaubt sind. (ms)

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