Was hat geöffnet, was geschlossen? So sieht das Leben ab Montag aus

Am Mittwoch wurden die bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen teilweise gelockert, teilweise verlängert. Wir erklären Euch, was sich verändert.

Was hat geöffnet, was geschlossen? So sieht das Leben ab Montag aus

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Mittwoch auf eine sanfte Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt. Am Abend gab Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eine Pressekonferenz, auf der er die Ergebnisse mitteilte. Was bedeuten die Lockerungen für den Alltag in Wiesbaden?

Mehr Geschäfte dürfen öffnen

Ab Montag, den 20. April, dürfen weitere Geschäfte öffnen. Bisher war es beispielsweise nur Lebensmittelhändlern, Apotheken und Baumärkten gestattet, unter strengen Hygieneauflagen ihre Türen zu öffnen. Neu ist, dass Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder eröffnen dürfen. Dabei ist es egal, um welche Art von Geschäft es sich handelt. Unabhängig von der Größe dürfen ab Montag Fahrrad- und Autohändler sowie Buchläden und Telekommunikationsanbieter öffnen.

Ausgenommen davon sind Restaurants, Kneipen, Bars. Eisdielen hingegen dürfen in Hessen wieder Eis zum Mitnehmen verkaufen und ausliefern. Bislang war ihnen der Betrieb im Land komplett untersagt. Friseure dürfen zwar noch nicht am 20. April öffnen, aber unter strengen Auflagen ab dem 4. Mai wieder Haare schneiden.

Ab dem 4. Mai dürfen dann auch Geschäfte mit einer Gesamtfläche von bis zu 2500 Quadratmetern Größe wieder öffnen. Auch hier unter Wahrung der Hygienebestimmungen und des Sicherheitsabstandes.

Kontaktverbot bleibt bestehen

Keine Lockerungen gibt es bezüglich des bereits seit dem 24. März bestehenden Kontaktverbots. Es wurde bis zum 3. Mai verlängert — mindestens. Ende April erfolgt eine neue Bewertung der Situation. Eine weitere Verlängerung ist möglich und sehr wahrscheinlich davon abhängig, wie gut sich die Menschen an das Kontaktverbot halten.

Verboten bleibt ebenfalls der Besuch von Spielplätzen, Sportstätten und der Besuch im Altenheim. Bouffier erklärte am Abend, es sei schwer vertretbar, alten Menschen Besuch zu verweigern. Man müsse dort Wege und Mittel finden, den Bewohnern Kontakte zu ihren Mitmenschen zu ermöglichen und gleichzeitig maximalen Schutz zu gewährleisten.

Kitas und Schulen

Die ersten hessischen Schulen könnten ab dem 27. April langsam wieder den Betrieb aufnehmen. Als erstes sollen Abschlussklassen der Gymnasien, Real- und Hauptschulen wieder unterrichtet werden. Später sollen Ober- und Mittelstufen folgen, Grundschüler müssen noch länger warten. Grund für die Reihenfolge ist die Annahme, dass ältere Schüler die Hygieneregeln besser einhalten können als zum Beispiel Grundschüler.

Wann die Kindertagesstätten wieder öffnen können, bleibt weiter unklar. Die Notbetreuung wird aber ausgebaut, unter anderem werden Alleinerziehende miteingeschlossen. Auch soll weiteren Berufsgruppen die Notbetreuung ermöglicht werden. Details dazu wurden noch nicht genannt.

Kirchen und Moscheen und Synagogen auch weiterhin geschlossen

Auch nach Montag müssen Gläubige weiter zuhause beten, das Versammlungsverbot in religiösen Einrichtungen bleibt auf unbestimmte Zeit bestehen. Das schließt sowohl Kirchen als auch Synagogen, Moscheen und andere Orte, an denen religiöse Zusammenkünfte stattfinden, ein. Die Länder wollen aber mit den Religionsverbänden besprechen, wie man die Regelungen in Zukunft auch in Gotteshäusern lockern könnte.

Zoos, Museen und Co.

Kultureinrichtungen, in denen nur ein geringes Infektionsrisiko herrscht, dürfen ab Montag wieder öffnen. Damit sind beispielsweise Museen, Zoos und Tierparks, Gedenkstätten und Ausstellungen gemeint. Sie sollen unter den „üblichen Hygieneauflagen“ wieder geöffnet werden. Das gilt jedoch nicht für Theater, Konzerthäuser und ähnliche Orte mit einem hohen Infektionsrisiko. Sie bleiben auch weiterhin geschlossen.

Fußball und Feste

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August untersagt. Der Beschluss bedeutet das Aus für viele Straßenfeste, Konzerte und Sportveranstaltungen in Wiesbaden. Unklar ist noch, ob Fußballspiele unter Ausschluss von Zuschauern noch vor dem 31. August wieder stattfinden können. (rk)

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