Sperrt auch Wiesbaden Straßen und Plätze wegen Corona?

In Eltville wird am Wochenende ein beliebter Weg entlang des Rheins für Radfahrer gesperrt. Parkplätze an „Hotspots“ der Stadt sind bereits dicht. Ergreift auch die Stadt Wiesbaden ähnliche Maßnahmen?

Sperrt auch Wiesbaden Straßen und Plätze wegen Corona?

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben Bund und Länder bereits eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen. Einzelne Städte und Gemeinden setzen aber auch teils eigene Regeln durch. So hat die Stadt Eltville etwa Ende März mehrere Parkplätze an den „Hotspots“ der Stadt gesperrt, wie Bürgermeister Patrick Kunkel erklärt.

„Wir konnten gar nicht anders handeln“, sagt er mit Blick auf die vielen Menschen, die entlang des Eltviller Rheinufers unterwegs sind. Am 1. April ging man sogar noch einen Schritt weiter und sperrt am Wochenende den Leinpfad, einen beliebten Weg entlang des Rheinufers, für Radfahrer.

Auch in Wiesbaden sind — nicht nur entlang des Rheinufers — bei frühlingshaften Temperaturen und Sonnenschein nicht wenige Menschen unterwegs. Am vergangenen Wochenende konnten die Wiesbadener Stadtpolizei und die kommunale Verkehrspolizei etliche Verstöße gegen das Versammlungs- und Kontaktverbot feststellen, weit mehr als 100 Anrufe mit Beschwerden bezüglich des Verstoßes gegen die Verbote gingen bei den Beamten ein (wir berichteten).

Weitere Maßnahmen möglich

Wie ein Sprecher der Stadt Wiesbaden berichtet, habe der Verwaltungsstab auch bereits über mögliche Sperrungen beraten. „Er ist zu dem Ergebnis gekommen, vorerst von einer Sperrung des Rheinufers abzusehen“, so der Sprecher. Man wolle zunächst verstärkt auf die Eigenverantwortung der Wiesbadener setzen.

Außerdem wird die Stadtpolizei am kommenden Wochenende mit zwei Fahrradstreifen verstärkt am Rheinufer Präsenz zeigen. Zudem kontrolliert die kommunale Verkehrspolizei seit Samstag das Ausflugsgebiet am Schiersteiner Hafen. Mit den nun beschlossenen Bußgelder für Verstöße gegen die Auflagen, haben die Stadtpolizisten und die Verkehrspolizisten nun auch einen klaren Rahmen für die Ahndung der Vergehen (wir berichteten).

„Wir behalten uns kurzfristige Sperrungen des Rheinufers vor.“ - Sprecher Stadt Wiesbaden

Und trotzdem: Das Thema Rheinufer-Sperrung ist auch in Wiesbaden noch nicht vom Tisch und hängt von der Bereitschaft der Wiesbadener selbst ab. „Sollte es dennoch zu gehäuften Verstößen gegen die Auflagen, die aufgrund des Coronavirus erlassen wurden, kommen, behalten wir uns kurzfristige Sperrungen des Rheinufers vor“, stellt der Sprecher der Stadt klar. (df)

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