Bürgerentscheid findet unter Corona-Bedingungen statt

In den Wahllokalen herrschen am Sonntag strenge Hygienevorschriften. Unter anderen sollten Wähler nicht nur eine Maske, sondern auch einen eigenen Kugelschreiber mitbringen.

Bürgerentscheid findet unter Corona-Bedingungen statt

Rund 210.000 Wiesbadener haben am Sonntag die Möglichkeit, beim Bürgerentscheid ihre Stimme für oder gegen den Bau der Citybahn abzugeben. Weil das Thema seit Monaten in der Stadt — und besonders in den Stadtteilen, durch die die Straßenbahn einmal fahren könnte — diskutiert wird, rechnen viele mit einer hohen Wahlbeteiligung.

Doch kann es da in den Wahllokalen nicht vielleicht eng werden? Das hat sich Merkurist-Leser Ivo gefragt. In einem Snip fragt er, ob die neuen Kontaktbeschränkungen, die ab Donnerstag in Wiesbaden gelten werden und das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern den Bürgerentscheid gefährden könnten. Dabei denkt er zum Beispiel an lange Schlangen, die sich vor den Wahllokalen bilden könnten, wenn viele Wiesbadener zur gleichen Zeit ihren Stimmzettel abgeben wollen.

Corona-Regeln im Wahllokal

Tatsächlich greifen in den Wahllokalen am Sonntag einige besondere Corona-Regeln. Ganz wichtig für alle, die sich beteiligen wollen, ist, dass sie an ihre Mund-Nasen-Bedeckung denken. Denn zur Wahlurne kommen die Wiesbadener nur mit einer Maske oder einem Tuch vor dem Gesicht. Das gilt bereits beim Betreten des Wahllokals. Lediglich um sich auszuweisen kann die Maske nach Aufforderung für einen kurzen Moment abgenommen werden.

Am besten bringen die Wähler auch einen eigenen Kugelschreiber mit. Denn im Wahllokal werden die Stifte nur bei Bedarf ausgegeben. Der Grund: Nach jeder Benutzung müssen sie vor Ort von den Wahlhelfern desinfiziert werden, das geht aus dem aktuellen Leitfaden für Wahlvorstände hervor. Mit eigenem Kulli in der Tasche helfen die Wähler also dabei, Zeit zu sparen, was wiederum für einen flüssigeren Ablauf der Wahl sorgt. Sollte es zu Verzögerungen kommen, dürfen nach 18 Uhr noch alle Wiesbadener abstimmen, die nachweislich schon vorher in der Warteschlange standen.

Aber auch die Wahlkabinen werden regelmäßig — mindestens einmal pro Stunde — desinfiziert. Zudem müssen die Wahlhelfer dafür sorgen, dass die Räume gut durchlüftet sind und auch auf den Mindestabstand zu und zwischen den Wählern achten. So kann es je nach Größe des Wahllokals auch zu Zutrittsbeschränkungen kommen. Außerdem gibt es klare Anweisungen wie Tische und Stühle aufzustellen sind, damit Abstände auch tatsächlich eingehalten werden können.

Stimme vorab abgeben

Wer sich beim Gang zur Wahl unsicher fühlt, kann auch jetzt schon seine Stimme abgeben. Ein Merkurist-Leser hat das schon hinter sich und erzählt: „Man kann diese Woche noch ins Wahlamt gehen. Keine Schlange, freundliche Helfer, Kreuzchen an der richtigen Stelle machen und nach maximal zehn Minuten ist man wieder draußen.“ Zudem werden auch alle Stimmen mitgezählt, die rechtzeitig per Briefwahl eingegangen sind. Die entsprechenden Unterlagen können noch bis Mittwoch, 12 Uhr, online angefordert werden. Eine persönliche Abgabe ist noch bis Freitagmittag möglich.

Wer sich für seine Entscheidung noch bis zum Wochenende Zeit lassen will und sich für den Wahlgang am 1. November entschieden hat, findet die Adresse seines zugeteilten Wahlbüros in seinen Unterlagen, die als Wahlbenachrichtigung zugeschickt wurden. Einige Wahlräume haben sich dabei seit der letzten Wahl verändert. Eine Übersicht über alle Änderungen gibt es online. (ts)

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