Gottesdienste ab 1. Mai wieder erlaubt

Besuchsverbot in Heimen aufgehoben

Gottesdienste ab 1. Mai wieder erlaubt

Ab dem 1. Mai finden in Hessen wieder Gottesdienste statt. Außerdem können Trauerfeiern und Beerdigungen wieder mit mehreren Gästen abgehalten werden. Das verkündete hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in Wiesbaden.

Demnach schließe die Lockerung alle Glaubensgemeinschaften mit ein und setze Disziplin und Schutzmaßnahmen voraus. „Gerade jetzt finden viele Menschen im Glauben Halt und Orientierung“, so Bouffier, der die Religioansausübung als „eines der wichtigsten Grundrecht“ bezeichnete. „Das ist ein wichtiger Schritt, den wir für verantwortlich halten“, sagte der Ministerpräsident.

Wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) ergänzte, müsse in den Gotteshäusern natürlich auch der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten und weitere Hygienemaßnahmen, wie etwa das Aufstellen von Desinfektionsspendern, ergriffen werden. „Auf gewohnte Abläufe wie etwa das Weiterreichen eines Kollektekörbchens muss verzichtet werden“, so Klose. Die Kirchen seien über die Voraussetzungen bereits informiert worden.

Besuchsverbot aufgehoben

Der Verlauf der Pandemie lasse es ebenfalls zu, das Besuchsverbot in Pflege- und Altenheimen sowie Hospizen aufzuheben. „Das Kontaktverbot bedeutet, dass ältere Menschen alleine bleiben müssen. Und das ist mit einem würdevollen Leben nicht mehr in Einklang zu bringen“, erklärte Bouffier. Deshalb können die Einwohner der Heime ab Montag, den 4. Mai, täglich für eine Stunde lang Besuch empfangen. Dieser beschränkt sich aber auf nahe Angehörige. „Das kann man auf Dauer nicht unterbinden“, so Bouffier. „Gleichzeitig muss das Schutzniveau aber hochgehalten werden, weshalb jede Einrichtung ein individuelles Schutzkonzept erarbeitet hat.“

Am Dienstag wurde außerdem verkündet, dass die Öffnung von Geschäften an Sonn- und Feiertagen nun eingeschränkt werde. Wie Klose erklärte, beschränke man die vollständigen Öffnungen nun auf Sonntage zwischen 13 und 18 Uhr. Am Donnerstag spricht Ministerpräsident Bouffier und die anderen Ministerpräsidenten erneut mit Kanzlerin Merkel.Dann könnte es auch Neuigkeiten zu Veränderungen bezüglich Sportereignissen, Gastronomien und Freizeiteinrichtungen geben.

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