Diese Corona-Lockerungen gelten ab Montag in Hessen

Betrifft den Handel, Besuche bei Senioren und Veranstaltungen

Diese Corona-Lockerungen gelten ab Montag in Hessen

In einer Pressekonferenz hat Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier am Donnerstag neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorgestellt. Sie greifen ab Montag und sind vorerst bis zum 16. August gültig.

Handel

Einzelhändler müssen ab Montag nicht mehr 20 Quadratmeter pro Kunde in Geschäften garantieren. Stattdessen müssen ab kommender Woche nur noch 10 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde zur Verfügung stehen. Somit können dann doppelt so viele Kunden gleichzeitig einkaufen. Die Abstands- und Hygienemaßnahmen in Läden gelten weiterhin.

Die Sonderregelung, dass Geschäfte auch sonntags öffnen dürfen, soll ab kommender Woche auslaufen. Die Ausnahme trat in Kraft, um die Versorgung der Bürger zu sichern und gleichzeitig zu starken Andrang in Geschäften zu vermeiden. Weil jetzt wieder mehr Kunden gleichzeitig einkaufen dürfen, dürfen Läden an diesem Wochenende letztmalig sonntags öffnen.

Seniorenbesuche

Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind ab Montag drei mal pro Woche möglich. Dabei können sowohl Familienangehörige, als auch Freunde und Bekannte die Bewohner der Einrichtungen besuchen. Lediglich für Bewohner mit akuten Atemwegserkrankungen gilt weiterhin das Besuchsverbot. Alle Besucher müssen sich weiterhin anmelden und registrieren. Dies gilt sowohl für Wohnheime, als auch für Tagespflegeeinrichtungen, in denen bisher gar keine Besuche möglich waren.

Zudem können Seniorenbegegnungsstätten wieder öffnen. Dort sind ab kommender Woche Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern möglich. Die Maßnahme soll sicherstellen, dass Senioren wieder mehr soziale Kontakte haben.

Veranstaltungen

Bei Einhaltung aller Hygienemaßnahmen sind Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern ab Montag ohne Genehmigung durch das Gesundheitsamt wieder möglich. Bisher galt als Grenzwert eine Teilnehmerzahl von 100. Großveranstaltungen wie Straßenfeste bleiben noch bis Oktober verboten. Das begründete Bouffier damit, dass dort die Einhaltung aller Hygienevorschriften oft nicht möglich sei, und die Erfassung aller Besucher unmöglich ist. In Einzelfällen können jedoch größere Veranstaltungen ausgerichtet werden. Als Beispiel nannte Bouffier Buchmessen, bei denen Besucher erfasst, Abstände eingehalten und Hygienemaßnahmen ergriffen werden können. (mo)

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