Ärger um Falschparker in Wiesbaden: So geht die Stadt gegen sie vor

Für viele sind sie ein echtes Ärgernis: Falschparker, die sich nicht um Verkehrsregeln kümmern und andere unter Umständen damit noch behindern. Doch was macht die Stadt Wiesbaden gegen diese Verkehrssünder - etwa zu wenig, wie manche meinen?

Ärger um Falschparker in Wiesbaden: So geht die Stadt gegen sie vor

Auch in Wiesbaden sind kostenlose öffentliche Parkplätze ein rares Gut. Wer dann keinen dieser Stellplätze ergattern kann, der stellt mitunter sein Fahrzeug verkehrswidrig ab, um nicht Geld für einen kostenpflichtigen Parkplatz ausgeben zu müssen. Ähnlich sieht es mit den Autofahrern aus, die aus Bequemlichkeit lieber im Halteverbot parken oder auf einem Bürgersteig, um nicht zu Fuß zu ihrem Ziel gehen zu müssen. So findet man quasi in allen Stadtteilen täglich Falschparker, die mitunter den Verkehr behindern und so den Zorn der anderen auf sich ziehen.

So geht es auch Leser Tom. Er sieht hier vor allem die Stadt in der Pflicht, dies zu ändern. Doch bisher geschieht hier seiner Meinung nach zu wenig. „Man hat den Eindruck, die Stadt Wiesbaden unternimmt nichts gegen Falschparker*innen“, kommentiert er in seinem Snip.

Einige Leser stimmen Tom zu:

Auch im Rheingauviertel gibt es laut Leser Thomas Probleme. „Rheingauviertel ist auch immer alles zugeparkt. Jede Ecke. Kein Durchkommen für Rollis oder Kinderwagen“, kommentiert er. Und Karl meint: „Es wäre ja mal ein Anfang, wenn sich die Parkraumüberwachung mal vornehmlich um falsch geparkte Autos kümmert und nicht um Parkzeitüberschreitungen.“

So viele Falschparker wurden 2021 erwischt

Die Stadt Wiesbaden ist jedenfalls bemüht, die Falschparker aufzuspühren und sie zur Verantwortung zu ziehen. Auf Anfrage teilt die Stadtverwaltung mit, dass die Kommunale Verkehrspolizei im letzten Jahr rund 250.000 Falschparker überführt hat. Dabei sei in 174.000 Fällen ein Verwarngeld verhängt worden. Bei diesen Fällen, die offiziell unter „Verkehrsordnungswidrigkeiten im ruhenden Verkehr“ zusammengefasst werden, gebe es jedoch eine sehr große Zahl unterschiedlicher Tatbestände. „Die Höhe des Verwarngelds beläuft sich dabei auf 5 bis 55 Euro“, so die Stadtverwaltung. Darüber hinaus würden dann noch Bußgelder fällig.

Und dabei ist im letzten Jahr einiges an Einnahmen in Wiesbaden zusammengekommen. „Die Verwarn- und Bußgeldstelle des Straßenverkehrsamtes hat im Jahr 2021 im Bereich ruhender Verkehr 2.125.000 Euro eingenommen“, erklärt ein Sprecher. Zugenommen hätten die Fälle von Falschparken in den letzten zehn Jahren aber nicht. Doch gibt es zumindest „Falschparker-Hotspots“ in Wiesbaden? Dazu erklärt der Sprecher, dass in der Regel immer dort am meisten falsch geparkt werde, wo Parkdruck und Nutzungskonflikte aktuell am größten sind und/oder wo eine soziale Kontrolle wenig oder gar nicht stattfindet.

Das unternimmt die Stadt gegen Falschparker

Das Straßenverkehrsamt der Stadt Wiesbaden setzt laut Sprecher immer wieder Schwerpunkte in den verschiedenen Problembereichen des Falschparkens. Dabei würden nach örtlichen und inhaltlichen Kriterien Aktionen durchgeführt, so wie aktuell zum Beispiel das Vorgehen gegen falsch abgestellte Hänger und Wohnwagen (wir berichteten) oder Schwerpunktaktionen bei Gebieten mit häufigen Verstößen in Bewohnerparkzonen. Zudem seien hier beispielsweise noch die Schwerpunktkontrollen gegen das Zuparken von Radverkehrsanlagen zu nennen, die in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, so der Sprecher.

Leser Carlos glaubt letztlich, dass das Thema Falschparker Wiesbaden auch in Zukunft beschäftigen wird und mahnt dabei an:

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