UPDATE: Bund beschließt weitere Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise

Friseure und andere Dienstleister müssen schließen

UPDATE: Bund beschließt weitere Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise

Bund und Länder haben weitere Einschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus’ beschlossen. Das teilte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei einer digitalen Pressekonferenz am Sonntagnachmittag mit. Demnach dürfen nur noch maximal zwei Menschen gemeinsam nach draußen gehen. Außerdem werden Dienstleister im Bereich Körperpflege geschlossen. Ab wann die Regelung gilt, ist noch unklar.

Personen, die gemeinsam in einem Haus oder einer Wohnung leben, dürfen auch in größeren Gruppen weiterhin zusammen spazieren oder in Parks gehen. Sie würden ohnehin miteinander in Kontakt stehen. „Im Grundsatz gilt aber die Linie: So wenig wie möglich“, so Bouffier. Das Verbot gilt nicht für Zusammenkünfte von Personen, die aus geschäftlichen, beruflichen, dienstlichen oder betreuungstechnischen Gründen unmittelbar zusammenarbeiten müssen und für Sitzungen und Gerichtsverhandlungen. Auch der öffentliche Nahverkehr und vergleichbare Einrichtungen sind nicht davon betroffen sowie Prüfungen und Blutspenden.

Zu den Dienstleistern, die geschlossen werden, gehören unter anderem Friseure, Kosmetik- und Massagesalons, Tattoostudios und ähnliche Einrichtungen. Medizinisch notwendige Dienstleistungen sollen aber weiter möglich bleiben.

Mit den neuen Maßnahmen soll die Ansteckungsgefahr weiter minimiert werden, so Bouffier. Bereits seit Samstag gelten in Hessen verschärfte Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus’ einzudämmen. Um 12 Uhr mussten alle Restaurants und Gaststätten schließen, öffentliche Versammlungen wurden zunächst auf fünf Personen begrenzt. „Wir haben am Freitag einschneidende Maßnahmen beschlossen und ich möchte mich dafür bedanken, dass viele Bürgerinnen und Bürger das beherzigt haben“, sagte Bouffier in der Pressekonferenz am Sonntag. Auch jetzt appelliert er wieder an die Bürger: „Es geht darum, dass alle mitmachen.“ (nl)

Anmerkung der Redaktion: Ministerpräsident Bouffier hatte in der Pressekonferenz zunächst davon gesprochen, dass Personen generell nur noch alleine aus dem Haus gehen dürften. Die Staatskanzlei hat diese Aussage später korrigiert. Es gelte stattdessen die Regelung, die Bund und Länder gemeinsam beschlossen hätten. Demnach dürfen zwei Personen gemeinsam nach draußen gehen - egal in welcher Beziehung sie zueinander stehen.

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