Hessen lockert Einschränkungen für Gastronomen

Fünf-Quadratmeter-Abstandsregelung fällt weg

Hessen lockert Einschränkungen für Gastronomen

Die hessische Landesregierung hebt die Fünf-Quadratmeter-Regelung in Restaurants auf. So müssen Gastronomen ab Donnerstag nicht mehr sicherstellen, dass jedem Gast sowohl im Innen- als auch im Außenbereich fünf Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen. Damit können die Gastronomen mehr Gäste gleichzeitig bewirten. Das geht aus einer Mitteilung der Staatskanzlei hervor.

„Die vergangenen Wochen haben uns gezeigt, dass das behutsame Vorgehen richtig war und das sehr gut funktioniert hat. Darum haben wir uns nun entschieden, die 5-Quadratmeter-Regel für gastronomische Betriebe abzuschaffen“, so Hessens stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) zu der Entscheidung.

„Gleichwohl appellieren wir an die Restaurant- und Cafébesucherinnen und -besucher, die Abstandsregeln einzuhalten und sich weiterhin umsichtig zu verhalten“, so Al-Wazir weiter. Betriebe müssen weiterhin streng darauf achten, dass ihre Gäste in Restaurants, Cafés oder Kneipen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können.

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) hatte sich erst vor Kurzem kritisch über die Fünf-Quadratmeter-Abstandsregelung geäußert (wir berichteten). Weil es die Regelung in keinem anderen Bundesland außer Hessen gab, sprach Mende sich für eine Angleichung aus, um Wiesbadener Gastronomen zu entlasten.

Weitere Lockerungen

In der neuen Corona-Verordnung hielt das Land außerdem weitere Lockerungen fest. Diese wurden zuvor bereits angekündigt. So dürfen Vereine ab dem 1. Juni Schwimmbäder wieder für Training und Schwimmkurse nutzen. Auch wurde geregelt, dass Kitas zum 2. Juni in einen eingeschränkten Normalbetrieb übergehen können. Darüber hinaus hat das Corona-Kabinett eine weitergehende Öffnung der Behindertenwerkstätten unter bestimmten Voraussetzungen beschlossen. Bewohner von stationären Jugendhilfeeinrichtungen dürfen ab sofort wieder Besuch empfangen. Auch das Besuchsrecht in Justizvollzugsanstalten wurde gelockert.

Alle Verordnungen des Landes zur Corona-Krise wurden ansonsten bis zum 5. Juli verlängert, somit gelten beispielsweise weiterhin die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen oder die Kontaktbeschränkungen. Ausnahme ist die Quarantäneverordnung, die bis 15. Juni gilt. (ab)

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