Auch ohne Sternschnuppenmarkt: Stadt will den Einzelhandel beleben

Kein Weihnachtsmarkt, keine Kunden? Der Wiesbadener Einzelhandel und die Gastronomie müssen sich wohl auf einen dürftigen Dezember einstellen. Die Stadt will dem nun mit verschiedenen Aktionen entgegenwirken.

Auch ohne Sternschnuppenmarkt: Stadt will den Einzelhandel beleben

Durch den Wegfall des diesjährigen Sternschnuppenmarktes werden die ohnehin schon gebeutelten Wiesbadener Einzelhändler erneut schwer getroffen. Noch immer hängt vielen das schwere Frühjahr mit Lockdown in den Knochen. Durch die nun ausbleibenden tausenden Weihnachtsmarktgäste und der damit einhergehenden Befürchtung eines schwachen Weihnachtsgeschäfts, könnten sie erneut geschwächt werden. Ohnehin bestellen schon jetzt viele Wiesbadener ihre Geschenke online oder gehen ob steigender Infektionszahlen ohnehin nur noch zu nicht vermeidbaren Anlässen aus dem Haus.

Der Magistrat hat deshalb am Dienstag beschlossen, einen Ausgleich zu schaffen. Die befürchteten Einbußen träfen nicht nur Einzelhändler, auch Gastronomen können viele Kunden im Dezember gut gebrauchen — gerade durch die einmonatige Schließung im November. „Deshalb sind wirtschaftsfördernde Maßnahmen zur Steigerung des Einkaufsverhaltens vor Ort notwendig, um den Handel und die Gastronomie zu unterstützen“, sagt Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Oliver Franz (CDU).

Weihnachtsstimmung durch Deko

Konkret soll durch weihnachtliche Dekoration in der Innenstadt Weihnachtsstimmung auch ohne Buden aufkommen und die Menschen so zum Bummeln gelockt werden. Diese besteht aus Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsbäumen in der Fußgängerzone, auf der Wilhelmstraße und auf dem Schlossplatz. Dort wird es ohnehin festlich, denn seit Dienstag steht dort der 25 Meter hohe Weihnachtsbaum. Auch die traditionelle Krippe wird in diesem Jahr aufgebaut werden.

Durch den Wegfall des Sternschnuppenmarktes sowie das damit einhergehende und zu erwartende Ausbleiben der Besucherinnen und Besucher in der Innenstadt, sind für die Einzelhändler und Gastronomen massive Umsatzeinbußen zu befürchten. „Deshalb sind wirtschaftsfördernde Maßnahmen zur Steigerung des Einkaufsverhaltens vor Ort notwendig, um den Handel und die Gastronomie zu unterstützen“, sagt Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz. Hierfür soll eine innerstädtische Weihnachtsdekoration bestehend aus Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsbäumen in der Fußgängerzone, auf der Wilhelmstraße und auf dem Schlossplatz zur weihnachtlichen Gestaltung der Innenstadt platziert werden. Hinzu kommen der 25 Meter hohe und festlich geschmückte Weihnachtsbaum auf dem Schlossplatz vor dem Rathaus und die traditionelle Weihnachtskrippe.

„Eine weihnachtliche Atmosphäre in der Innenstadt wird durch große leuchtende Lilien auf dem Schlossplatz, kleine leuchtende Lilien in der Fußgängerzone, der Rheinstraße und dem Mauritiusplatz geschaffen“, so Franz. Für den Bereich von der Marktstraße bis zur Webergasse sind Überspannbeleuchtungen geplant. Ergänzt werden dazu leuchtende Schneeflocken und leuchtende Sterne, die die zahlreichen Bäume der Wiesbadener Innenstadt schmücken.

Budget für Sternschnuppenmarkt wird umgewidmet

Bezahlt werden die Stimmungsbringer mit den Geldern, die eigentlich für die Einhaltung der strengen Corona-Auflagen auf dem Sternschnuppenmarkt gedacht waren. Das Budget soll umgewidmet werden, da es ohnehin schon durch die Stadtverordneten beschlossen und somit eingeplant war.

Auch soll es eine zusätzliche Marketingkampagne des Referates für Wirtschaft und Beschäftigung und der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH (WiCM) geben. Sie soll zum Einkaufen vor Ort bewegen. Angesprochen werden sollen sowohl Wiesbadener als auch Menschen aus dem Umland. Auch eine noch nicht näher definierte Gutscheinaktion, über die wohl am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert wird, soll zum „Weihnachtsgeschenke vor Ort kaufen“ bewegen.

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