Salzbachtalbrücke: Das sagt Verkehrsminister Al-Wazir

Grünen-Politiker äußert sich zu weiterem Vorgehen

Salzbachtalbrücke: Das sagt Verkehrsminister Al-Wazir

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) sieht es als „richtig und absolut notwendig“ an, dass die zuständige Autobahn GmbH des Bundes die Salzbachtalbrücke und die darunterliegende Bahnstrecke und Straßen sofort gesperrt hat (wir berichteten). Am Freitag waren erhebliche Schäden an der Brücke festgestellt worden.

Zudem teilte Al Wazir am Montag mit: „Wir haben bereits am Samstag Kontakt mit der Autobahn GmbH aufgenommen und uns wurde versichert, dass mit Hochdruck an der Prüfung der Schäden gearbeitet wird.“ Erst wenn diese Prüfung abgeschlossen sei, werde man wissen, wie lange auch der Nordteil der Brücke gesperrt bleiben muss.

Ebenfalls am Samstag hätten Verantwortliche von Hessen Mobil, der Stadt Wiesbaden, des Polizeipräsidiums Westhessens und der Deutschen Bahn in einer Ad-hoc-Sitzung beraten, welche zusätzlichen Maßnahmen jetzt ergriffen werden können - von Zusatzbussen bis zur weiträumigen Umleitung des Autoverkehrs.

Die Salzbachtalbrücke sei seit Jahren eines der Sorgenkinder der hessischen Autobahnbrücken gewesen. „Als das Land noch zuständig war, haben wir daher 2015 den Ersatzneubau beschlossen und auf den Weg gebracht“, so Al-Wazir. Seit Anfang 2021 hat die Autobahn GmbH die Verantwortung für die Salzbachtalbrücke.

Oberstes Ziel beim Abbruch der maroden Bestandsbauwerke sei immer gewesen, eine Vollsperrung beider Brückenteile zu vermeiden. „Die Situation hat sich durch die jetzt aufgetretenen Schäden am Südteil geändert.“ Jetzt stelle sich die Frage, ob die aktuelle Situation (mehr Homeoffice und nahende Sommerferien) dazu genutzt werden sollte, den Südteil schneller abzureißen als bisher geplant. „Das würde bedeuten, dass die Vollsperrung noch eine gewisse Zeit andauern würde, gleichzeitig aber auch der Neubau früher fertig sein könnte. Falls das eine verantwortbare Möglichkeit ist, würde ich es begrüßen, nach dem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Es ist jetzt an der Autobahn GmbH fachlich zu entscheiden, ob das möglich ist.“

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