Diese fünf Produkte werden in und um Wiesbaden hergestellt

Von der Wolldecke bis zum Schwammtuch entstehen viele Produkte, die deutschlandweit verkauft werden, in Wiesbaden und Umgebung. Wir stellen Euch fünf von ihnen vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Diese fünf Produkte werden in und um Wiesbaden hergestellt

Dass in den Produktionsstätten der Sektkellerei Henkell in der Biebricher Allee nachts eine Sektflasche nach der anderen für den weltweiten Verkauf übers Band geht, wissen nicht nur die Wiesbadener, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Unternehmen wohnen. Doch es gibt noch mehr Marken, die in Wiesbaden und der Region ihre Produktionsstätten haben. Einige von ihnen sind sogar weltweit bekannt.

Schwammtücher

Sie liegen in fast jedem Spülbecken: Die meist gelben Schwammtücher zum Geschirrspülen kennt man fast auf der ganzen Welt. Was viele beim Tellerwaschen aber nicht wissen: Die kleinen Haushaltshelfer mit Rautenmuster werden schon seit Mitte der Fünfzigerjahre in Wiesbaden produziert. Die Firma Kalle beliefert etwa ein Drittel des gesamten Weltmarktes mit ihrem Vorzeigeprodukt. Übers Jahr kommt der Produzent auf rund 270 Millionen Tücher, die vom Wiesbadener Rheinufer aus in die ganze Welt geschickt werden. Eine Jahresproduktion würde laut der Firma genügen, um 1400 Fußballfelder komplett mit den Tüchern zu bedecken.

Papier für den Haushalt

Schon seit 1885 gibt es am Kostheimer Rheinufer die „Kostheimer Cellulosefabrik AG“. Dort stellt das schwedische Unternehmen SCA bis heute Papierprodukte für den Haushalt her. Unter dem Markennahmen „Tork“ gehen von Kostheim aus Papierhandtücher, Servietten und mehr vor allem in Hotels, Restaurants und Arztpraxen. In dem Werk arbeiten derzeit rund 500 Mitarbeiter. Zuletzt steckte das Unternehmen 2013 ganze 115 Millionen Euro in das Werk, um moderne Papiermaschinen anzuschaffen.

Joghurt, Milch und mehr

Nicht in der ganzen Welt, aber deutschlandweit beliefert die Firma „Schwälbchen“ aus Bad Schwalbach Supermärkte mit Milchprodukten. Besonders bekannt in der Region ist der Spundekäs, aber auch süße Joghurts, Frischmilch und fertige Kaltgetränke gehören zum Repertoire der Molkerei. Gegründet wurde die Firma schon 1938, in den 1970er Jahren wurde das Produktionsgelände im Taunus stark vergrößert. Inzwischen verarbeitet das Unternehmen jährlich bis zu 138 Millionen Kilogramm Milchprodukte.

Feinkost aus dem Glas

Nur etwa 20 Kilometer weiter geht es auch in Taunusstein kulinarisch zu. Dort ist eine von zwei Produktionsstätten der Traditionsmarke „Feinkost Dittmann“. Gegründet wurde das Feinkost-Unternehmen aber in Wiesbaden. Dort startete Carl Dittmann 1901 die Arbeit in der Dotzheimer Straße. In der 17.000 Quadratmeter großen Produktionshalle in Taunusstein werden inzwischen Oliven, Antipasti, Pesto, Essige und mehr für den Export in 26 Länder hergestellt. Insgesamt zählt der Katalog der Firma rund 500 verschiedene Produkte.

Handmade

Noch immer gilt Wiesbaden als Gründerstadt. Viele Ideen werden von hier aus entwickelt und starten oft in kleinen Manufakturen. So hat Ulf Zaeper die Strickmanufaktur „Wollà“ gegründet. Das Konzept: Weiche Kissen, warme Decken und Wohnaccessoires aus dicker Merinowolle — die Produkte entstehen allesamt in Wiesbaden und werden über einen Online-Shop verkauft. (ab)

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