Mann und Hund an Bahnübergang in Kriftel tödlich verletzt

Polizei ermittelt Hintergründe

Mann und Hund an Bahnübergang in Kriftel tödlich verletzt

Ein Mann und sein Hund sind am Sonntagabend an einem Bahnübergang in Kriftel tödlich verletzt worden. Das meldet die Polizei.

Ersten Ermittlungen zufolge habe der 74-jährige Fußgänger beabsichtigt, den halbbeschrankten Bahnübergang zu überqueren. Die Schranken seien zu dieser Zeit bereits geschlossen gewesen. Der Lokführer, der bereits einfahrenden S-Bahn, habe trotz eingeleiteter Notbremsung den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können. Der Fußgänger und dessen Hund verstarben noch an der Unglücksstelle.

Wie sich herausstellte, litt der 74-Jährige an einer Sehschwäche und wurde von seinem Blindenhund begleitet. Zum jetzigen Ermittlungsstand wird von einem Unglücksfall ausgegangen. Mitfahrende der S-Bahn wurden nicht verletzt. Eine Notfall-Betreuung wurde eingesetzt. Der Zugverkehr musste für den Bereich für rund 2,5 Stunden gesperrt werden.

Erst im März war ein 12-jähriger Junge an dem Bahnübergang in Kriftel von einer S-Bahn erfasst worden. Auch er starb an seinen Verletzungen (wir berichteten).

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