Wiesbadener gedenken der Opfer von Hanau

Mahnwache auf dem Luisenplatz am Freitag

Wiesbadener gedenken der Opfer von Hanau

Mit einer Mahnwache auf dem Luisenplatz gedenken die Wiesbadener am Freitag der Opfer des Terroranschlags von Hanau. Die Veranstaltung beginnt um 14:30 Uhr.

Zu der Mahnwache hat das Wiesbadener Bündnis für Demokratie aufgerufen. Neben den Parteien SPD, CDU, Linke, Grüne und FPD sowie mehrerer Jugendorganisationen, sind dort unter anderem auch Gewerkschaften und Kirchenverbände organisiert.

„Wir wollen damit unser Entsetzen über die rassistische und rechtsterroristische Tat sowie unser Mitgefühl für die Angehörigen und Freunde der Opfer zum Ausdruck bringen“, so das Bündnis. „Rechter Terror kann vor allem dort gedeihen, wo Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus gesellschaftlich gesät werden“, erklären die Initiatoren weiter. Daher gelte es nun mehr denn je, für jeden Einzelnen sich dem Klima der rassistischen Hetze und jenen, die diese Hetze verbreiten, entgegenzustellen.

Hintergrund

Am Mittwochabend waren gegen 22 Uhr Schüsse unter anderem in einer Hanauer Shisha-Bar und in einem Kiosk gefallen. Auch ein Auto sei laut Polizei beschossen worden. Die ersten Schüsse fielen in der Shisha-Bar in der Hanauer Innenstadt. Dort starben vier Menschen. Anschließend schoss der 43-jährige mutmaßliche Täter auf Menschen in und vor dem Kiosk im Hanauer Stadtteil Kesselstadt. Dort gab es fünf Tote. Die Polizei fand den Schützen und seine Mutter später leblos in einer Wohnung.

Der Täter, ein 43-jähriger Mann, veröffentlichte im Internet mehrere Videos und ein 24-seitiges Dokument, in dem die Rede von Vernichtung anderer Völker ist. Er verbreitete Verschwörungstheorien und rechte Hetze. Die Waffen soll das Mitglied eines Schützenvereins legal besessen haben. (ms)

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