Was sind das für kleine Kreaturen auf den Mülleimern?

Nach wochenlanger Ankündigung der „Papiekos“ auf Facebook, ist es nun soweit: Die ersten Mülleimer mit den lustigen Aufdrucken stehen in der Innenstadt. Aber was hat es damit auf sich?

Was sind das für kleine Kreaturen auf den Mülleimern?

Seit bereits drei Wochen kündigen die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) die Ankunft der „Papiekos“ an. Auf ihrer Facebook-Seite ließen sie die Wiesbadener darüber rätseln, was die Kampagne wohl für die Stadt bereithält. Mit Bildern der Kreaturen und Slogans wie „Sie kommen“, „Sie sind aufgetaucht“ und „Sie sind hungrig“ wurde auf die „Gruppe Lebewesen, die sich auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht haben“, aufmerksam gemacht. Aber das Grübeln hat ein Ende: Seit Montag stehen in der Innenstadt rund um die Kaiser-Friedrich-Therme die ersten Papiekos: Mülleimer mit lustigen, monster-ähnlichen Aufdrucken. Aber was ist der Hintergrund der Kampagne?

Die Idee

„Wir wollten die Mülleimer in der Stadt modern bekleben, sodass sie gut aussehen“, erklärt ELW-Pressesprecher Frank Fischer. So setzten sich die kreativen Köpfe der ELW mit einem Grafiker zusammen, um das passende Konzept für die Kampagne zu kreieren. „Es gibt bereits das ELW-Kinderlogo mit dem Monster ‚Moffel‘ und früher gab es bei uns außerdem das Müllmonster“, sagt Fischer. So habe sich die aktuelle Kampagne quasi aus einer ELW-Tradition entwickelt.

Auch der Name „Papiekos“ ist schnell erklärt: Ein Kürzel für Papierkörbe. Gleichzeitig soll der Name aber auch eine Assoziation mit Pokémon erzeugen, ohne typisch nach Monster zu klingen, sagt Fischer. Denn nur Monster sollen die Papiekos auch gar nicht sein. Fischer beschreibt sie lieber ganz allgemein als Kreaturen. „Es kommt darauf an, wie man sie betrachtet. Die orangenen Formen sehen manchmal aus wie Haare – manchmal wie ein einfacher Teil vom Hintergrund.“ Aber egal was die Wiesbadener in den neuen Designs erkennen möchten, es hat einen eindeutigen Zweck.

„Das Design soll den Menschen Lust machen und sie animieren, die Mülleimer mehr zu benutzen.“ - Frank Fischer, ELW-Pressesprecher

„Das Design soll den Menschen Lust machen und sie animieren, die Mülleimer mehr zu benutzen“, so Fischer. Außerdem würden die Mülleimer durch das Design mehr auffallen und somit mehr genutzt werden.

Wiesbaden ist bereit

Bereits in der Ankündigungsphase waren erste Reaktionen der Wiesbadener zu erkennen. Unter einem Bild-Post auf Facebook, in dem die Figuren zu sehen waren, schrieb ein Nutzer: „Einen habe ich schon in unserer Nähe entdeckt.“ Ein anderer kann es daraufhin kaum erwarten die Papiekos selbst zu entdecken „Und? Hat er/sie/es gegrummelt? Wie sehen sie aus?“. Aber das Warten hat bald ein Ende. Stück für Stück werden immer mehr Papiekos in Wiesbaden zu finden sein. „Erstmal werden sie hauptsächlich in der Innenstadt stehen. Aber sie werden mehr und Sie werden auch andere Motive entdecken“, so Fischer. Es heißt also weiterhin: Ausschau halten. (nl)

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